20.10.2017

Nachdem die Amazone im letzten Jahr an Land geblieben war und Ingo fleißig an ihr gearbeitet hatte, waren wir überglücklich, als es in diesem Jahr endlich wieder losgehen konnte! Zum Saisonauftakt waren wir mit zwei Filmteams unterwegs und zwei tolle Berichte in SAT 1 und im NDR wurden gesendet. Das ließ sich doch schon gut an. 

Mit dem Urlaubsgepäck kam dann auch ein „Mensch ärgere Dich nicht“-Spiel an Bord und es ist wie verhext - seit wir das Spiel dabei haben, gab es schon viele Gründe sich zu ärgern. Ich weiß, ein Zusammenhang ist mehr als unwahrscheinlich, aber trotzdem ist es vielleicht besser, wenn wir im nächsten Jahr ohne das Spiel unterwegs sind. Der Urlaubstörn war jedenfalls eine Aneinanderreihung von Pleiten, Pech und Pannen. Eine kleine Auswahl der Ärgernisse: wegen des Wetters wurde das Urlaubsziel von Norwegen zum Limfjord verlegt, am ersten Urlaubstag krank gewesen, Brille zerbrochen, Toilette verstopft, Probleme mit der Kreditkarte gehabt, Kausch am Segel ausgerissen und den krönenden Abschluss bildete natürlich der großartige Motorschaden.  

Geknechtet von der Tide mussten wir zum Urlaubsstart mal wieder früh aufstehen. Sehr früh sogar, denn schon um 2.30 Uhr hieß es Leinen los und kurz nach 3 Uhr fuhren wir schon aus der Schleuse auf die Weser hinaus. Später konnten wir sogar Segel setzen und bis kurz vor Helgoland segeln. Bei Nordwest 4 in Böen 5 war das nicht sehr gemütlich und im Logbuch ist vermerkt: „Zum Glück kein Regen.“ Wenn man ein sonniges Gemüt hat, ist das Glas eben halb voll und nicht halb leer. 

Die Weiterfahrt nach Thyborön haben wir dann um einen Tag verschoben, weil es mir nicht gut ging und ich in der Koje bleiben musste. Im Laufe des Tages erholte ich mich und schon am nächsten Tag konnten wir aufbrechen. Thyborön war aber nicht mehr drin, weil das Wetterfenster nur bis Esbjerg günstig war. Um kurz nach 6 Uhr in der Früh ging es bei Nieselregen und Westsüdwestwind von 3 – 4 Beaufort los. Im Laufe des Tages nahm der Wind stetig zu, so dass wir schließlich bei 5 – 6 im zweiten Reff und kleingerollter Genua durch die bewegte Nordsee preschten. Wir waren sehr gespannt, wie sich das Einlaufen in Esbjerg gestalten würde. Immerhin wehte der auflandige Wind mit guten fünf Windstärken und das Wasser lief ab, d. h. Wind gegen Strom, was ja oft sehr kabbelig ist. Aber sach man nix – trotz dieser Umstände lief es erstaunlich gut. Die Wellen waren langgezogen und nicht unangenehm. Um 21 Uhr machten wir an der Anlage des Segelvereins im Konsumfiskerhavn in Esbjerg fest. Ein schöner, aber auch anstrengender Segeltag ging zu Ende. Die 97 Seemeilen haben wir in 15 Stunden zurückgelegt. 

Wir wurden im Esbjerger Segelverein herzlich willkommen geheißen, so dass wir uns in diesem Industriehafen gut aufgehoben fühlten. Nicht wirklich ruhig und idyllisch, aber immerhin gab es direkt am Hafen verschiedene Fischgeschäfte und der Supermarkt war auch nicht weit.  

Weiter ging es erst ein paar Tage später, da das Wetter nicht zum Segeln einlud. Machte aber nichts, wir haben uns die Zeit nicht lang werden lassen und uns Esbjerg angeschaut. Das Schifffahrts- und Fischereimuseum lohnt einen Besuch. Bei westsüdwestlichem Wind von vier Beaufort, in Böen 5 bis 6, legten wir um 6 Uhr ab und es ging flott Richtung Norden. Im Laufe des Vormittags drehte der Wind auf Südsüdwest und nahm immer mehr ab. Gegen 22 Uhr machten wir schließlich in Thyborön fest und hatten, wie schon auf dem Törn nach Esbjerg, 97 Meilen zurückgelegt.

Nun waren wir im Limfjord angekommen und tingelten die nächsten Tage nach Lemvig (14 Meilen) und von dort nach Nyköbing (30 Meilen). Schöne Segeltörns im geschützten, von sanften Hügeln eingerahmten Segelrevier.

In Nyköbing kamen unser ältester Sohn und seine Freundin für ein paar Tage zu Besuch an Bord. Gleich am nächsten Tag segelten wir zu der 10 Meilen entfernten Harre Vig und ankerten vor dem einsamen Strand. Die Kleine Gummiwurst transportierte uns und die Grillsachen an Land und wir genossen diesen herrlichen, windstillen Abend und einen grandiosen Sonnenuntergang. Zum Glück hatten die beiden sich die schönsten Tage mit Sonnenschein für ihren Ausflug zu uns ausgesucht. Denn als sie wieder abgereist waren, kam der Regen.

Der nächste Hafen, den wir anliefen, war Nibe (38 Meilen). Ein großer, etwas verschlafener Bootsparkplatz mit wenig Atmosphäre, vielen gleichförmigen Ferienwohnungen, aber immerhin Einkaufsmöglichkeiten direkt am Hafen. Im Gegensatz zu Nyköbing, das lebendig ist und Charme hat, würden wir Nibe nicht unbedingt wieder anlaufen. Nach einer Übernachtung ging es weiter nach Aalborg (11 Meilen). Hier fanden wir zum ersten Mal in diesem Urlaub einen vollen Hafen vor. Zum Glück gibt es aber mehrere Liegemöglichkeiten und im Skudehavn war auch noch etwas frei.

Für uns wurde es nun nach zwei Wochen auch allmählich Zeit, den Limfjord zu verlassen und an den Rückweg zu denken. Am Eingang zum Limfjord an der Ostseeseite gibt es die beiden Häfen Hals und Egense. Im Hafen von Hals tobt das Leben, in Egense geht es eher beschaulich zu. Wir haben den kleineren, ruhigen Hafen von Egense dem Päckchenliegen in Hals vorgezogen. Die Zufahrtsrinne war an der flachsten Stelle etwa zwei Meter tief und damit für uns ausreichend.

Bei herrlichem Sonnenschein und Westwind von 4 bis 5 Beaufort gab es jetzt keine Ausrede mehr, nicht den langen Schlag nach Anholt zu segeln. Irgendwie hatte es noch nie gepasst und die Geschichten, die ich immer wieder hörte über verhedderte Heckanker und einen völlig überfüllten Hafen machten mir bisher keine große Lust auf einen Abstecher dorthin. Aber jetzt wollten wir es wagen. Denn wenn wir in den vollen Ankerbuchten der Karibik klargekommen sind, werden wir es auf Anholt auch schaffen. Und so hatten wir den schönsten Segeltörn des ganzen Urlaubs und legten die 42 herrlichen Seemeilen in sieben Stunden zurück. Segeln vom Feinsten, warum kann es nicht immer so sein?

Tatsächlich war der Hafen gut gefüllt und wir drehten unsere Kreise, um noch eine Lücke zu finden, als uns ein Segelfreund von der Weser zuwinkte und uns zu einem Platz am Steg lotste. Schnell die Leine an der Heckboje festgemacht und schon waren wir angekommen. Zwar genauso eng, wie im Päckchen, aber immerhin mit dem Bug am Steg. Seit ein paar Jahren wird hier an Heckbojen festgemacht, verhedderte Heckanker gehören damit der Vergangenheit an. Am Hafen und umzu tobte bei bestem Wetter das pralle Leben! Ich habe noch nie so viele Menschen auf einem Grillplatz gesehen. Für uns alles eine Nummer zu überlaufen und zu laut. Wir sind nur eine Nacht geblieben, um den für den nächsten Tag vorhergesagten Nordwind für unsere Reise in den Süden zu nutzen. Daher haben wir die Insel nicht wirklich kennengelernt. Aber was wir auf unserem Spaziergang gesehen haben, hat uns gut gefallen. Besonders erwähnenswert ist der lange Sandstrand nur wenige Schritte vom Hafen.  

Der angekündigte Nordwind war dann leider etwas schwach auf der Brust, so dass wir die 70 Meilen nach Samsö meist unter Maschine zurücklegen mussten. Kurz vor Sonnenuntergang fiel der Anker bei Langör in der Bucht Armhoved. Sehr romantisch und wir schmiedeten Pläne, am nächsten Tag die Bordfahrräder mit der Kleinen Gummiwurst an Land zu bringen und eine lange Radtour zu unternehmen. Leider machte das Wetter einen Strich durch unsere ehrgeizigen Pläne. Im Regen hatten wir keine große Lust auf das Radfahren. Segeln im Regen ist auch nicht der Hit, aber dazu rafften wir uns dann auf und nach 45 Meilen fiel der Anker in der weitläufigen Bucht bei Juelsminde.

Unser nächstes Ziel war Assens, das wir bei bedecktem Himmel mit vereinzelten Schauern (einreffen, ausreffen …) nach 42 Meilen am späten Nachmittag erreichten. Diesen Hafen liefen wir zum ersten Mal an und es gefiel uns hier auf Anhieb. Ein schöner Hafen, die kleine Stadt ganz in der Nähe, der Strand zu Fuß erreichbar und Fahrräder, die kostenlos benutzt werden können.

Mit großen Schritten, bzw. langen Törns, sollte es weitergehen, um die günstige Wind- und Wettervorhersage auf der Nordsee für unsere Heimreise zu nutzen. Unser Plan war, am Dienstag, 01.08., bis Cuxhaven zu kommen und am Mittwoch nach Bremerhaven zu segeln. Denn laut Wettervorhersage, sollte der Wind ab Donnerstag zunehmen und auf Nordwest drehen, was die Passage Cuxhaven – Bremerhaven ungemütlich, wenn nicht unmöglich gemacht hätte.

Wir verließen am Montag, dem 31.07., in aller Frühe den letzten dänischen Hafen, Assens, und erreichten nach 95 Meilen abends den Borgstedter See bei Rendsburg. Ein langer, abwechslungsreicher Törn. Die Wartezeit, um in den Nord-Ostsee-Kanal einzuschleusen, hielt sich mit etwa einer Stunde in Grenzen. Die Rader Hochbrücke spiegelte sich im See-Wasser, die Sonne ging unter und das Ankerlicht an. Auf der Brücke zogen die LKW gemächlich und unablässig einer nach dem anderen vorüber und ihr leises, monotones Brummen untermalte die Idylle.

Am nächsten Morgen startete ich um 6.15 Uhr unseren grünen Freund, den Volvo. Dass es das letzte Mal sein würde, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht und auch nicht, was uns an diesem Tag noch alles widerfahren sollte.

Zunächst lief alles wie immer – unspektakuläre Motorfahrt im Kanal, nebenbei frühstückten wir und schmiedeten Pläne, am nächsten Tag von Cuxhaven nach Bremerhaven zu segeln und den Urlaub allmählich ausklingen zu lassen. Die Kinder könnten kommen und gemeinsames Grillen in Wulsdorf wäre doch toll. Es kam anders, ganz anders. Etwa gegen 9.30 Uhr überholte uns ein großes Containerschiff. Kurze Zeit später bemerkten wir, dass dieser Frachter nur noch wenig Fahrt machte und schließlich in der Weiche bei Kanalkilometer 38 etwa mittig im Kanal aufgestoppt hatte. Während ich fotografierte, erhöhte Ingo unsere Geschwindigkeit, um den Riesen an Steuerbord zu passieren und genügend Fahrt im Boot zu haben, wenn wir das Schraubenwasser passieren. Plötzlich rief Ingo mir zu: „Der Motor ist aus!“ Ich war völlig perplex, hatte ein großes Fragezeichen im Gesicht und stellte Ingo die ebenso überflüssige wie schwachsinnige Frage: „Hast Du ihn ausgemacht?“ Das hatte er natürlich nicht, sondern der Motor war etwa 30 Sekunden, nachdem Ingo mehr Gas gegeben hatte, einfach ausgegangen. Nichts hatte darauf hingedeutet, dass es ein Problem gab. Kein Piepen, dass eine Überhitzung vorgelegen hätte, kein Qualm, kein Gestank, kein erhöhter Ölverbrauch, gar nichts. Als Ingo bemerkte, dass etwas nicht stimmt, kam er gar nicht mehr dazu, den Gashebel auf neutral zu stellen, so schnell ging der Motor aus.

Ebenso lautlos wie hilflos glitten wir zwischen Containerschiff und Dalben dahin. Erstmal brachten wir uns hinter den Dalben in Sicherheit. Ich eilte ins Boot und schaltete die Stromversorgung für die Ankerwinsch an und schon ließ Ingo den Anker fallen. So stabilisiert, drehte sich die Amazone und wir konnten zu einem Dalben eine Leine ausbringen. Richtig gehalten hat der Anker natürlich nicht, eher hat er sich zufällig an einem Stein verhakt. Der Frachter kam allmählich dichter an die Dalben heran und das Schraubenwasser wirbelte wie wild. Die Amazone drehte sich mit dem Heck Richtung Frachter, dessen Bordwand in Reichweite haushoch vor mir aufragte. An Land erschienen nun mehrere Ausflügler. Sie hatten ihre Kühlbox dabei und riefen zu uns herüber: „Wir sollen Euch sagen, dass ihr nicht zu warten braucht. Ihr könnt weiterfahren.“ Wir riefen zurück: „Wir warten nicht, wir haben einen Motorschaden!“ Darauf liefen sie zurück und gaben diese Neuigkeit an den Lotsen weiter, der unser Treiben von der Brücke des Schiffs aus beobachtet hatte. Wir hatten inzwischen auch den zweiten Anker ausgebracht. Der wiegt 15 kg und hat eine fünf Meter lange Kette. Ingo hat ihn aus der achteren Backskiste geholt und am Bug ausgeworfen, als wäre das alles leicht wie eine Feder. Adrenalin machte es möglich. Ich sah den Anker schon bis zum Ufer fliegen… Jetzt hätte ich endlich Zeit gehabt, über UKW-Funk um Hilfe zu bitten. Da dampfte ein holländisches Plattbodenschiff zwischen die immer kleiner werdende Lücke zwischen Dalben und Frachter hindurch auf uns zu. Den hatte der Himmel geschickt! Nein, es war der Lotse, wie sich später herausstellte. Jedenfalls war er sehr gut motorisiert und konnte mit seinem Schiff exzellent umgehen. Er stoppte auf, wir holten die Anker ein, warfen die schon vorbereitete Schleppleine hinüber und machten auch die Leine am Dalben los. Etwa drei Stunden später erreichten wir mit unserem Schleppverband Brunsbüttel, wo wir gleich neben der Schleuse im fast leeren Hafen anlegten. Unterwegs hatte Ingo versucht, den Motor wieder zu starten, was ihm auch gelang, aber der Motor machte so erbärmliche Geräusche, dass klar wurde, dass etwas Ernsthaftes geschehen sein musste. Ingo hatte auch schon im Internet eine Volvo-Service-Werkstatt in Brunsbüttel gefunden und für den morgigen Tag einen Termin verabredet. Mit einer Geschenketüte, die u. a. auch ein signiertes Exemplar von „14 Monate Sommer“ enthielt, bedankten wir uns später bei unserem Retter in der Not.

Am Abend kam noch der Lotse vorbei, der auf dem Containerschiff Dienst hatte und die Ausflügler und anschließend das holländische Plattbodenschiff zu uns geschickt hatte. Unser AIS-Signal hatte er in Brunsbüttel entdeckt und war nach Feierabend kurz vorbeigekommen, um zu fragen, was denn los gewesen sei. Es ergab sich ein nettes Gespräch und wir bedankten uns, für die Unterstützung. Er wollte uns die Daumen drücken, dass der Schaden sich in Grenzen hält und schnell behoben werden kann. Das hat allerdings nichts genützt, denn als am nächsten Morgen der Mechaniker an Bord kam und den Patienten untersuchte, stellte er sehr schnell fest, dass einer der drei Kolben festsitzt. Eine Reparatur könnte grob geschätzt zwischen 3.000 und 4.000 Euro kosten. Das würde sich wahrscheinlich nicht mehr lohnen, weil der Motor 15 Jahre alt ist und 2.400 Stunden gelaufen hat. Rums, das hatte gesessen. Lange Gesichter und hängende Ohren. Unser grüner Freund hatte uns also tatsächlich plötzlich und unerwartet verlassen, hatte so mir nichts dir nichts seinen Dienst quittiert und uns im Stich gelassen. Gute Wartung und Pflege hin oder her, einfach Pech gehabt.

Nun war guter Rat teuer. Sollten wir im nahegelegenen Segelverein den Motor ausbauen und einen neuen Motor einbauen lassen? Das Angebot der Firma Cornels war jedenfalls fair und die Segelkameraden aus dem Segelverein Brunsbüttel waren sofort bereit, die Amazone auf dem vereinseigenen Slipwagen aus dem Wasser zu holen. Aber nein, wir wollten doch lieber nach Hause segeln und alles im Heimathafen in Ruhe überlegen und noch weitere Angebote für einen neuen Motor einholen. Wobei ich zugeben muss, dass nicht „wir“ nach Hause segeln wollten, sondern Ingo. Ich musste erst überzeugt werden, dass es kein Problem sei, von Brunsbüttel nach Bremerhaven zu segeln, ohne im Fall der Fälle auf den Motor zurückgreifen zu können. Okay, letztlich war es kein Problem. Überall fanden sich hilfsbereite Segelkameradinnen und –kameraden, die uns ohne viele Worte oder Aufhebens Hilfe anboten und uns abschleppten. Ein holländisches Ehepaar schleppte uns durch die Schleuse in Brunsbüttel bis zum Segelverein Brunsbüttel. Ein Segelkamerad bot uns an, uns aus dem Verein hinaus auf die Elbe zu schleppen und uns in Cuxhaven beim Anlegen zu helfen. Unter Segeln anzulegen und einen fachgerechten Aufschießer zu fahren, haben wir zuletzt vor 35 Jahren gemacht. Allerdings mit einer Jolle. Allein die Vorstellung trieb mir Schweißperlen auf die Stirn.  

Zu unserem großen Glück trafen wir in Cuxhaven Anke und Olli, langjährige Freunde von der Weser, die uns anboten, uns mit ihrem Boot auf dem Törn nach Bremerhaven zu begleiten und uns dort wieder auf den Haken zu nehmen und uns durch die Schleuse nach Wulsdorf zu bringen. So haben wir es auch gemacht - haben tapfer auf der Elbe gegen den starken Westwind gekreuzt, bei jedem Schlag zu Anke und Olli herübergewunken, sind bei den Türmen im konfusen Seegang noch einmal heftig durchgeschüttelt worden, haben auf der Weser dann mit einer schönen Abendbrise das letzte Stück bewältigt und uns sehr gefreut, als wir schließlich wohlbehalten in Wulsdorf angekommen waren. Ende gut alles gut – aber nun war ich wirklich urlaubsreif! Mensch ärgere Dich nicht – es hätte alles noch viel schlimmer kommen können.

 

Möwe auf der Helgoländer Düne

 

Gastlandflagge im nordischen Outfit setzen - im Hintergrund Esbjerg

 

Ein Wahrzeichen Esbjergs - Kunstwerk "Menschen am Meer"

 

 

Amazone vor Anker - gleich wird geduscht

  

 

"Pfeffer und Salz" in der Einfahrt zum Limfjord auf der Ostseeseite

  

Häufiges Wolkenbild in der Saison 2017

 

Steg am Strand von Assens

 

Ist das nicht herzig?

 

Hier überholt uns das Containerschiff mit dem netten Lotsen an Bord

 

Unerwartetes Saisonende - aber immerhin wird es nie langweilig. Wir freuen uns auf 2018!

 

Freitag, 13.10.2017

Die Frankfurter Buchmesse hat eine mehr als 500 jährige Tradition. Nur wenige Kilometer von Frankfurt entfernt revolutionierte einst Johannes Gutenberg in Mainz den Buchdruck. In erster Linie dient die Buchmesse als Fachmesse für Verleger, Buchhändler, Bibliothekare, Künstler, Autoren, Illustratoren, Drucker, Verbände, Antiquare, aber auch Software - und Multimedia-Anbieter stellen ihr Angebot vor und schließen Geschäfte ab. Hörfunk- und Fernsehsender veranstalten während der Messetage auf eigenen Bühnen Gesprächssendungen, die vielfach live übertragen werden, wie z. B. "Das Blaue Sofa" des ZDF. In zweiter Linie richtet sich die Messe an das allgemeine Publikum, dem nur an den letzten beiden Messetagen Zugang gewährt wird. Im letzten Jahr waren etwa 280.000 Besucher auf der Messe, über 7.000 Aussteller waren präsent.

Als unser Verlag entschieden hatte, dass unser Buch auf dem Stand präsentiert wird, wollten wir natürlich auch dabei sein. Wir waren sehr gespannt, was uns erwarten würde und waren schier überwältigt von der Lebendigkeit, den Farben, den vielen Menschen, der positiven Grundstimmung, die überall zu spüren war und natürlich hatten wir noch nie zuvor so viele Bücher auf einmal gesehen! Für mich als Buchliebhaberin war es geradezu eine Offenbarung und eine gewaltige Reizüberflutung. In vier riesigen Hallen, die bis zu drei Ebenen haben, tummelte sich das interessierte Publikum. Auch der Außenbereich, die Agora, war bei strahlendem Sonnenschein ein beliebter Treffpunkt. Hier konnte ein wenig entspannt, die "Open Stage", das Lesezelt, das Signierzelt oder die angrenzende Festhalle der ARD besucht werden. Wer genug Geduld aufbrachte, konnte sich auch in einer der sehr langen Schlangen einreihen, um sich eine Currywurst mit Pommes zu gönnen.

Als erstes suchten wir natürlich den Books On Demand-Stand auf, um unser eigenes Buch zu begrüßen. Ein Tropfen im riesigen Bücher-Meer, aber immerhin unser Tropfen! Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Verlages haben sich nett um uns gekümmert, Tipps und Anregungen gegeben und einen leckeren Cappucchino bekamen wir auch serviert. Außerdem bekamen wir einen Ausweis in einer Plastikhülle, den wir uns mit einem grell-orange-farbenen Band umhängen konnten. Das sah doch gleich ganz wichtig aus und man konnte uns sofort als Autorin und Autor erkennen. Na ja, das war uns dann doch ein bisschen zuviel des Guten, wir waren lieber schlicht mit hanseatischem Understatement unterwegs. 

Bunt und interessant war es. Hier ein Verlag, dessen Stand über und über mit bunten Luftballons gestaltet war, dort ein Stand, auf dem ein Autor aus seinem Buch vorlas. Vorbei ging es an einem Podium, auf dem gerade Ulrich Wickert etwas zu seiner Verbindung zu Frankreich erzählte. An einem anderen Stand fand eine Signierstunde statt und die Warteschlange war wirklich beeindruckend lang.  Auch in der Festhalle der ARD gab sich ein Prominenter die Ehre und so konnten wir Reinhold Messner live bei einem Interview erleben. 

Am späten Nachmittag ging unser Zug zurück nach Bremen. Während der etwa vierstündigen Fahrt lernten wir eine Mutter aus Kenia mit ihrem zwölfjährigen Sohn kennen. Die beiden waren auf der Rückreise von Paris nach Leer und wir haben uns über alles Mögliche sehr gut unterhalten. So hat sie uns erzählt, dass es in Kenia neben den offiziellen Sprachen Swahili und Englisch noch 27 verschiedene Stammessprachen gibt. Ihr Deutsch war übrigens ganz ausgezeichnet. Als wir erzählten, dass wir von der Buchmesse kommen und unser Buch dort ausgestellt ist, wollte sie natürlich alles über die Reise wissen. Am Ende hat sie uns ein Buch abgekauft und ganz ohne lange Warterei auch eine Widmung und Signierung bekommen. Schöner konnte dieser besondere Tag doch gar nicht enden, oder?

 

Autor und Autorin und "14 Monate Sommer" auf dem Stand unseres Verlages BoD

 

 Auch digital wird für unser Buch geworben.

 

Mittendrin eine Autoren-Lesung. 

 

Der kunterbunte Stand des Groh Verlages (Bücher, Kalender und Geschenkideen) 

 

Auch auf dem Livro-Stand ist unser Buch vorhanden.

 

 Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Außengelände der Frankfurter Messe, die Agora.

 

 So war es früher ...

 

 ... und sieht es so in der Zukunft aus? "Manifest" Roboterinstallation, 2008, robotlab/Mathias Gommel, Martina Haitz, Jan Zappe

 

Hier werden die guten alten Schulkarten aus dem Erdkundeunterricht recycelt und zu Taschen verarbeitet.

 

 Reinhold Messner im Interview. Er spricht natürlich auch über sein neues Buch "Wild".

 

Sonntag, 08.10.2017

Unser Buch wird auf zwei Ständen bei der Frankfurter Buchmesse ausgestellt und wir werden am 12.10.2017 auch auf der Messe zu finden sein.

Die Stände sind in der Halle 3.0 K52/53 "Livro. Titel aus Klein- und Selbstverlagen" und bei unserem Self-Publishing Verlag "Books on Demand" mit der Nummer E43. So gegen 11:30 Uhr werden wir da am 12.10.2017 für ein kurzes "Hallo" anzutreffen sein. 

Wir freuen uns schon auf viele interessante Begegnungen und sind sehr gespannt, was uns da erwartet.

Freitag, 01.09.2017

Nach 15 Jahren und 2.400 Betriebsstunden hat unser "grüner Freund" plötzlich und unerwartet seinen Dienst quittiert. Und das natürlich in einer Situation, in der wir seine volle Unterstützung und Leistung gebraucht hätten. Dank zweier schnell ausgebrachter Anker und anschließender Schlepphilfe eines holländischen Plattbodenschiffes ist dann doch noch alles gut gegangen. Die ganze Geschichte des "Pleiten-, Pech- und Pannen-Urlaubs" erzählt Antje demnächst hier in bekannter Ausführlichkeit.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

 

Grund war ein Kolbenklemmer, ohne jegliche Vorankündigung. Kein Temperatur- oder Öldruckalarm, kein merkbarer Kühlwasser- oder Ölverbrauch, kein Kühlwasser im Öl, kein Öl im Kühlwasser. Selbst den Wärmetauscher hatte ich schon mehrmals gereinigt und das innere Kühlwasser gewechselt. Der Motor ist immer gut angesprungen, selbst noch nachdem der defekte Motor wieder abgekühlt war. Allerdings hatte er da schleifende Geräusche und beim Gas geben sind durch den inneren Druck der Ölpeilstab und das Motoröl heraus gedrückt worden. Halt Pech gehabt, Reparaturkosten 3.000 bis 4.000 Euro.

Damit ist die Saison für uns gelaufen und wir suchen nach einem verlässlichen Nachfolger. Am passendsten wäre die Nachfolgeversion D2-40 von Volvo Penta. Als Ersatzteile hätten wir dann auch das Getriebe, die erst vor kurzem angeschaffte Seewasserpumpe und sogar unser 300 Euro teurer Reserveabgaskrümmer würden passen.

Aber wollen wir einen Motor des Herstellers kaufen, der die bekannten Korrosionsprobleme des Vorgängermodells MD-2040D bei dem Nachfolgermodell D2-40F nicht verbessert hat? 

Auch die Tatsache, dass die Temperatur am Abgaskrümmer immer noch nicht serienmäßig überwacht wird, ist für uns unverständlich. Da sind viele Wettbewerber schon viel weiter. Als unser "grüner Freund" in jungen Jahren aufgrund der damaligen Impeller-Problematik schlecht gekühlt worden ist, gab es von Volvo Penta auch ein sehr fragwürdiges Service-Management. Siehe meinen damaligen Beitrag mit den Stellungnahmen von Volvo Penta unter: http://www.hanseat-yacht.de/html/motor.html. Da ja damals kein Temperaturalarm ausgelöst wurde, wurde mir folgendes mitgeteilt: "Von einer Schädigung des Motors ist daher nicht auszugehen..."

Mal sehen, was uns in der nächsten Zeit für Alternativen angeboten werden. Der Motorraum der Amazone ist auch für andere Fabrikate groß genug. Es ist also durchaus möglich, dass wir zukünftig nicht mehr von unserem "grünen Freund" sprechen. Es könnte auch ein "gelber, blauer, silberner oder roter Freund" werden.

Nebenbei: Theoretisch sollte die weltweite Servicestruktur von Volvo Penta ein Wettbewerbsvorteil sein. Wir haben auch auf den Bermudas einen Volvo Penta Händler gefunden, bei dem wir zwei Gummilager hätten bestellen können. Nur war der Preis mit USD 400,-- doppelt so hoch wie in Deutschland. Da haben wir lieber die Teile durch ein anreisendes Crewmitglied einer anderen Yacht aus Deutschland mitbringen lassen. Das ist ja unter Seglern so üblich und so hatte unser Sohn bei seiner Ankunft in der Karibik natürlich auch Ersatzteile für andere Boote dabei.

 

 

 

 

 

Mittwoch, 12.07.2017

Für noch unentschlossene Interessenten an unserem Buch haben wir kostenlose Leseproben erstellt. Die E-Book Versionen sind im Kindle und ePUB Format bereits online verfügbar. Die gedruckte Ausführung mit ebenfalls 52 von 300 Seiten werden wir ab August in Eigenregie verteilen können.

Es sind zwar schon dieses Jahr knapp 2.000 Bücher ohne Verlagsmarketing verkauft worden, aber aufgrund der sehr positiven Rezensionen (bei Amazon 1 x 4-Sterne und 17 x 5-Sterne) möchten wir mit weiteren Marketingmaßnahmen ein größeres Publikum auf unser Buch aufmerksam machen. Es gibt allerdings auch eine kleine Preisanpassung für das E-Book von € 3,99 auf € 4,99. Im Verhältnis zu vergleichbaren E-Books also immer noch sehr günstig, aber nicht zu günstig.

Jetzt noch eine Bitte an diejenigen, die unser Buch bereits gekauft und lieb gewonnen haben. Einfach auch das kostenlose E-Book downloaden und eventuell noch eine kurze positive Rezension schreiben, damit es im Ranking bei den Anbietern weiter steigt und besser gefunden werden kann. ;-)

Hier sind die direkten Links zu der kostenlosen Leseprobe einiger Anbieter:

 

Sonntag, 14.05.2017

"Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln geh'n...." - gestern wurde der Film, den das Fernsehteam des NDR vor einer Woche mit uns gedreht hat, gesendet. Wir sind begeistert! Zum Anschauen und Mitsegeln bitte auf das Bild klicken:

 

Montag, 08.05.2017

"Da sitze ich nichtsahnend vor dem Fernseher und schaue mal wieder SAT.1 REGIONAL Bremen & Niedersachsen und traue meinen Augen nicht. Die kenn` ich doch!" Ganz aufgeregt ruft mich meine Freundin aus dem tiefen Süden Deutschlands, aus Freiburg, an. Ich hatte erst heute am späten Nachmittag vom Redakteur von SAT.1 erfahren, dass der Beitrag über uns heute gesendet wird. Flugs die Sachen zusammengepackt, Feierabend gemacht, nach Hause gefahren und gebannt auf den Bildschirm geguckt und auf unseren Film gewartet. Um es kurz zu machen: Uns hat der Film sehr gut gefallen. Vielen anderen offensichtlich auch - positives Feedback kam unmittelbar und zahlreich! In der Kürze liegt die Würze. What a wonderful world.

Zum Film:

Sonntag, 07.05.2017

Auch Mitarbeiterinnen des Norddeutschen Rundfunks sind auf unsere Auszeit aufmerksam geworden und haben unser Buch gekauft. Als für das Magazin "Nordtour" ein Bericht zum Thema "Segeln und Abenteuer" anstand, kam man dann auch gleich auf uns und wir wurden gefragt, ob wir für Filmaufnahmen zur Verfügung stünden. Da haben wir nicht lange überlegt und zugesagt.

Einen Wunsch hatte die Redakteurin: Bei den Filmaufnahmen sollte so richtig die Sonne scheinen. Sie sollte sozusagen mit den glücklichen Seglern um die Wette strahlen. So kam es, dass in den letzten Tagen die Wettervorhersage mal wieder eine große Rolle in unserem Leben spielte. Mehrmals täglich, ja gefühlt fast stündlich, wanderte der besorgte Blick in die verschiedenen Vorhersage-Apps. Mal war die Rede von geschlossener Bewölkung, mal von Schauern, mal von strahlendem Sonnenschein und dann wieder von geschlossener Bewölkung. Das Ganze mit Wind um 3 Beaufort aus Nord oder Nordwest. Manchmal gehen Wünsche auch in Erfüllung: Bei schönstem Sonnenschein kam das dreiköpfige Team heute an Bord und hat mit uns und unseren Segelfreundinnen und -freunden aus dem Wassersportverein Wulsdorf und dem Weser Yachtclub Bremerhaven die Saison 2017 mit dem "Ansegeln" offiziell eröffnet.

Ein buntes Programm konnten wir der Redakteurin, dem Kameramann und der Ton-Frau bieten: Los ging's mit dem Treffen am Flaggenmast, einer kurzen Ansprache des 1. Vorsitzenden und dem Setzen des Vereinsstanders. Anschließend gemeinsame Fahrt zur Schleuse und Ausschleusen auf die Weser. Dann Segel setzen und gemütlich nach Großensiel segeln. Es war ein richtig schönes Bild, als alle Boote ihre Segel gesetzt hatten und bei moderatem Wind gen Nordenham zogen. Ingo und ich wurden interviewt und die Amazone von der "Moby Dick" aus gefilmt. In Großensiel schmeckte die Gulaschsuppe, die auf der Pier im Frachthafen serviert wurde, ganz hervorragend und das gesellige Beisammensein war wunderbar. Alsbald ging es zurück nach Bremerhaven, diesmal ganz flott hoch am Wind und weitere Filmsequenzen wurden aufgenommen.

Es war ein spannender und sehr schöner Segel- und Filmtag. Allen Beteiligten hat es großen Spaß gemacht, bei diesen Bilderbuch-Bedingungen unter Segeln auf dem Wasser zu sein.

Gesendet wird der Film im NDR im Rahmen der Sendung Nordtour am Sonnabend, dem 13. Mai 2017, zwischen 18.00 und 18.45 Uhr. Gefilmt und interviewt wurden wir über sieben Stunden verteilt - nun wird das Ganze geschnitten und auf ca. vier Minuten (!) eingedampft. Wir sind schon sehr gespannt!

 

Fremdkörper in Amazones Kajüte: 

"Moby Dick" mit Gästen und der Filmcrew an Bord:

Nach getaner Arbeit gibt es für das NDR-Team eine Stärkung: 

 

Montag, 02.05.2017

Etwa vor sechs Wochen hat der Fernsehsender SAT.1 sein Interesse an unserer Segelreise und dem Buch bekundet. Da stand die Amazone noch hoch und trocken in der Halle und war eine große Baustelle. Inzwischen ist eine ganze Menge passiert: In einem bemerkenswerten Endspurt hat Ingo alle Restarbeiten fertiggestellt, so dass die Amazone pünktlich mit den anderen Booten zu Wasser gehen konnte. Mast stellen, eine gründliche Innenreinigung, Segel einziehen, Polster und allerhand Ausrüstung an Bord bringen - dann waren wir Ostern segelklar. Als dann die Wettervorhersage zwar nicht gerade hervorragend aber immerhin mittelprächtig war, kam das dreiköpfige Fernsehteam zu uns an Bord- der Kameramann mit 11 kg schwerer, sauteurer Kamera, der Tontechniker mit großem Puschel-Mikrofon und der Redakteur mit Fragen, Ideen und einer kleineren Kamera.

Dieter und Gert haben uns mit der "Seehund" begleitet und so konnte die Amazone unter Segeln auch aus einer anderen Perspektive gefilmt werden. Dass dazu der Redakteur mit der Kamera während der Fahrt übersteigen musste, war für die Steuerleute eine Herausforderung, die sie souverän gemeistert haben. Dunkle Wolken türmten sich auf und achteraus versank die Containerpier im Regen. Voraus gingen ebenfalls heftige Schauer nieder, aber wir blieben verschont und die Amazone zog unverdrossen ihre Bahn.

Es war für Ingo und mich seit mehr als 18 Monaten das erste Mal, dass wir wieder segelten. Die Begeisterung war sofort wieder da, die Freude riesig. Dass das Wasser nicht türkis, ja noch nicht einmal schön blau, sondern eher modderig braun war und auch keine Palmen am Ufer standen, sondern Kräne und Windkrafträder, war total egal. Wind in den Haaren, Wind in den Segeln, die Pinne in der Hand, der Bug schneidet durchs Wasser und die Gischt spritzt - das alles haben wir wirklich sehr vermisst.

Für alle Beteiligten war es ein schöner Tag und auf den Fernsehbeitrag sind wir schon sehr gespannt. Wobei der vergleichsweise gigantische Aufwand (sechs Stunden Film- und Interviewzeit) in keinem Verhältnis zur Sendezeit von etwa fünf Minuten steht. Der Sendetermin steht noch nicht fest, wir veröffentlichen ihn hier, sobald wir ihn kennen.  

Und weil es so schön war, gehen wir bald wieder mit einem Fernsehteam segeln. Der NDR hat sich gemeldet und möchte einen Filmbeitrag zu den Themen "Segeln, Auszeit, Abenteuer, 14 Monate Sommer" in der Sendung "Nordtour" bringen. "Haben Sie Lust?" Ja, haben wir!

Sonntag, 23.04.2017

"Eigenlob stinkt", sagt man und deshalb veröffentlichen wir am heutigen Welttag des Buches die Rezension und Buchbesprechung von Herrn Dr. Irvin Krumnacker, Redakteur der Webseite Segel.de:

 „Liebe  Frau Paulus, in den vielen Lesepausen seit unserem letzten Nachrichtenwechsel habe ich nun Ihr Buch durch und komme nicht darum herum Ihnen noch einmal von ganzem Herzen für diese erfrischende Literatur zu danken. Auf der Startseite ist noch ein besonderer Link auf Ihre Reise.

Ihre Schreibweise, die eine fast unendliche Anzahl von (humorvollen) Ausdrucksweisen für Erlebtes, Gefühltes, Informatives kennt, ist schon bewunderungswürdig und gehört eigentlich in den Olymp großer Literatur.

Ihr Irvin Krumnacker

Redaktion(at)segel.de“

 

und hier der Link zur Buchbesprechung: http://www.segel.de/fahrtensegeln/karibiksommer/index.html

 

 Die Amazone ist nach 18 Monaten und vielen, vielen Arbeitsstunden wieder segelklar. Nur noch die Jacke zumachen, dann kann es losgehen:

Freitag, 21.04.2017

In der Serie "Ich und mein Boot", die in der Segeln-Zeitschrift erscheint, spielt in der Mai-Ausgabe unsere "Amazone" die Hauptrolle. Es sollte ein Bericht über einen Hanseat 70 sein, zu dem der Eigner/die Eignerin eine besondere Beziehung hat. Kennen Sie da vielleicht jemanden, wurden wir gefragt. Ja, allerdings - wir brauchten nicht lange zu überlegen. 

Ostermontag, 17.04.2017

Kuddel aus Kiel hat eines, Susi aus Saarbrücken, Mandy aus Madgeburg und auch Maria aus München - eines unserer Bücher. Kurz vor Ostern ist das eintausendste Buch verkauft worden! Ist das nicht ganz wunderbar? Ja, das ist es. Und es sagt uns etwas: Mach dein Ding. Geh deinen Weg. Nimm dir Kritik zu Herzen und wachse daran. Höre nicht auf sogenannte Experten, sondern auf dein Bauchgefühl. Gib nicht auf, alles wird gut.  

Das sind zum Beispiel die aktuellen Verkaufszahlen bei Amazon.de, die von NovelRank  ermittelt wurden:

 

 

Und hier die Suchergebnisse bei Amazon:

 

Montag, 03.04.2017

Als wir vor kurzem in Bremerhaven in der Stadtbibliothek unseren Vortrag gehalten und das Buch vorgestellt haben, hatten wir ein besonderes Erlebnis. Ein Leser hat sein Buch dabei gehabt und mich um eine Widmung gebeten. Als ich das Werk aufschlug, war ich gleich stutzig, dass sich die Seiten so dünn anfühlten. Beim weiteren Blättern stellte ich außerdem fest, dass alle Karten und Fotos nur im Schwarz-Weiß-Druck vorhanden waren. Ganz hinten im Buch fand ich dann den entscheidenden Hinweis, dass das Buch in England gedruckt wurde. Der Herr hatte sich das Buch gewünscht und seine Tochter hatte es über Amazon bei einem englischen Anbieter bestellt.

Wir haben uns umgehend mit unserem Verlag, Books on Demand, in Verbindung gesetzt und nachgefragt, wie so etwas möglich ist. Hier ist die Stellungnahme: "Im Fall Ihres Lesers hat Amazon eine für den anglo-amerikanischen Markt vorgesehene Version verschickt. Der Konflikt ergibt sich also nicht aus den Druckdaten, sondern aus den internen Bestellwegen bei Amazon. Diese Bestellwege von Amazon sind für Händler und Verlage leider nicht kontrollierbar. In diesem Fall ist es notwendig, das Exemplar an Amazon mit dem Hinweis, dass es sich um die Version für den englischsprachigen Raum handelt und der Bitte um Zusendung einer korrekten Version, zurückzuschicken."

Zur Überprüfung haben wir uns dann ein Exemplar über Amazon bei PBShop UK bestellt und sind entsetzt! Das Buch ist dünner und kleiner als die in Deutschland gedruckten Exemplare. Der Umschlag fühlt sich irgendwie gummiert und unangenehm an, geradezu widerlich. Das Papier ist so dünn, dass der Druck der nächsten Seite durchscheint. Die Fotos und Karten in schwarz-weiß sind völlig undeutlich gedruckt. Dabei wird das Buch von Amazon mit Farbfotos beworben! Wir können wirklich nur eindringlich davon abraten, das Taschenbuch über ausländische Anbieter zu bestellen. Laut Abrechnung sind schon 58 Taschenbücher in dieser internationalen Version verkauft worden. Das tut uns leid, aber wir haben leider keinen Einfluss darauf.

 

Sonnabend, 18.03.2017

Immer wieder freitags ... Gestern haben wir zum vorerst letzten Mal unsere Sachen gepackt und uns auf den Weg gemacht, um in der Stadtbibliothek Bremerhaven unser Buch vorzustellen und den Vortrag über unsere Reise zu halten. In der gestrigen Ausgabe der Nordsee-Zeitung gab es noch einmal einen Hinweis auf die Veranstaltung mit einem Foto und in der gleichnamigen Kolumne waren wir die "Gesichter des Tages". Mit etwa 50 Personen war der Saal nicht ganz gefüllt, aber wie das so ist - Krankheit, Besuch von der Schwiegermutter und andere wichtige Termine hatten die Teilnehmerzahl etwas schrumpfen lassen. Trotzdem war es eine sehr gelungene Veranstaltung. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Frau Albrecht und Herrn Passarge für die sehr nette Aufnahme und die professionelle Begleitung durch den Abend!

Das Schöne an diesen Abenden ist immer wieder der direkte Kontakt und Austausch mit den Gästen, die entweder unsere Reise im Blog verfolgten, ein Buch gekauft haben, selbst so eine Reise planen oder sich ganz einfach ein paar Stunden gut unterhalten lassen möchten. Viele Geschichten bekommen wir zu hören, von Plänen, die noch verwirklicht werden sollen und auch von solchen, die schon vor vielen Jahren begraben werden mussten. Lustige, interessante, traurige und nachdenklich machende Dinge werden uns erzählt. Einige Besucher hatten ihr bereits gekauftes Buch dabei und haben mich gebeten "etwas Schönes" hineinzuschreiben. Sie haben erzählt, wie sehr ihnen "14 Monate Sommer" gefallen hat und dass sie es geradezu verschlungen haben. Das schmeichelt und tut unglaublich gut.

Vielleicht gibt es im Herbst wieder den einen oder anderen Vortragstermin. Denn nicht nur den Gästen macht es Spaß, mit uns auf die Reise durch den einzigartigen 14 monatigen Sommer zu gehen. Auch wir durchleben diese phantastische Zeit jedes mal wieder und können uns immer noch begeistern für weißen Sand, türkises Wasser, sich im Wind wiegende Palmen und Delfine, die "Amazones" Bug umspielen. 

Sonnabend, 04.03.2017

In schöner Gesellschaft mit Gesa Neitzel und anderen Spiegel Bestsellern bei Amazon ;-)