Sonntag, 10.12.2017


Ein Segel, zwei Sachverständigengutachten, drei Hauptverhandlungen vier Jahre und fünf Richter/innen. 

Da war doch noch was… Ja, genau. Hin und wieder werden wir angesprochen, was eigentlich aus unserem Rechtstreit mit der Firma Beilken Sails GmbH wegen unserer Genua geworden ist. Um es vorweg zu nehmen: Unsere Klage war erfolgreich und wir haben jede Menge Lebenserfahrung dazu gewonnen.

Ich fasse mal kurz im Groben zusammen, worum es eigentlich ging:

 

  • Der Geschäftsführer von Beilken Sails GmbH hat mich im Herbst 2010 an Bord meines Bootes beraten und das Boot  vermessen
  • Am 08.10.10 wurde mir ein Angebot geschickt. U. a. für die Rollreffgenua mit 37,0 qm aus Hydra Net radial, 303 g/qm
  • Am 11.10.10 kam die erste Auftragsbestätigung mit der Bedingung: Aufnahme der Fertigung nach Anzahlung von 50 %
  • Am 15.11.10 wurde die Genua ohne mein Wissen fertigt gestellt
  • Am 05.12.10 habe ich Änderungen zum Auftrag formuliert
  • Am 09.12.10 folgte die aktualisierte Auftragsbestätigung
  • Am 06.01.10 habe ich wie vereinbart 50% für die Fertigung angezahlt
  • Am 11.02.11 habe ich den Restbetrag für die Rollreffgenua bezahlt und sie erhalten
  • Am 10.04.11 habe ich u. a. reklamiert, dass die Salingverstärkung in falscher Höhe ist und dass das Vorliek zu kurz ist. Ein Foto zeigt 25 cm Platz am Aluminiumprofil. Ich habe dann das Segel zur Änderung der Salingverstärkungen nach Lemwerder gebracht
  • Am 27.09.12 hat der Geschäftsführer der Beilken Sails GmbH die Rollreffgenua das erste Mal an Bord in Augenschein genommen, da er ein Angebot für eine Selbstwendefock  machen sollte und um meine Bedenken bezüglich der Rollreffgenua anzuhören. Ich hatte bereits zwei Meinungen von anderen Segelmachern zu seinem Segel eingeholt. Einer von Ihnen hat sie später geändert. Für den Geschäftsführer war aber alles bestens
  • Als ich ihm am 30.09.12 mitgeteilt habe, dass ich die Selbstwendefock bei CO-Segel fertigen lasse, hat er mir nach etwas Email Korrespondenz am 04.10.12 eine Rechnung in Höhe von € 220,15 für das Ausmessen der Selbstwendefock und für die Beratung zum Segeltrimm der Roll-Reff-Genua vor Ort berechnet. Aus der Email Korrespondenz nur ein Zitat: „Ich war bei Ihnen nie aus After Sales Gründen, sondern zum Aufmaß der SW Fock“
  • Nachdem die Beilken Sails GmbH die Frist für eine angebotene Mediation verstreichen lassen hat, haben wir über die Qualität des Segels ein selbstständiges Beweissicherungsverfahren eingeleitet
  • Auch danach gab es kein Entgegenkommen von der Beilken Sails GmbH und deshalb hatten wir eine Klage auf Minderung des Kaufpreises eingereicht. Anmerkung: Wir sind nicht rechtsschutzversichert und nicht klagewütig. Da aber der Geschäftsführer sämtliche Angebote einer außergerichtlichen Einigung abgelehnt hatte, blieb uns keine andere Wahl, unsere Ansprüche durchzusetzen. 

Dies war mein zweiter Rechtstreit und hoffentlich der letzte, den ich beim Amtsgericht Bremen geführt habe. Vor 28 Jahren hatte ich meinen ersten Rechtstreit, bei dem es um einen Ruderschaden ging. Beim Amtsgericht reichte ein Gutachten von einem Sachverständigen, den ich selbst beauftragt hatte, für ein klares Urteil. Vom Landgericht wurde dann ein weiteres Gutachten auf Basis der Aktenlage bestellt. Als Ergebnis habe ich nach nur einem Jahr mit zwei Instanzen meine eingeklagte Forderung und alle Auslagen erhalten. 

Bei diesem Rechtstreit hat die erste Instanz beim Amtsgericht Bremen von der Beauftragung eines Beweissicherungsgutachtens bis zum Urteil vier Jahre gedauert. Zuvor hatte die Beilken Sails GmbH alle meine Versuche einer gütlichen Einigung inklusive einer moderierten Mediation abgelehnt. Während unserer Zeit in der Karibik hatte ich sogar schon einem Vergleich des dritten Richters bedingungslos zugestimmt, d. h. € 450,00 und 7/10 der Kosten. Damit hätte ich zwar mehr bezahlt als ich bekommen hätte, aber der Rechtstreit wäre damit beendet gewesen.

Die € 450,00 wollte die Beilken Sails GmbH zwar ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht und jegliches Präjudiz an mich leisten, sofern es dem Rechtsfrieden und der Kundenzufriedenheit dienlich sein sollte. Die 3/10 der Kosten wollte sie aber nicht übernehmen.

Dieses Jahr wurde dann die Beilken Sails GmbH verurteilt € 500,00 sowie die Hälfte der Kosten des Rechtsstreits zu zahlen. In der Zwischenzeit ist das Urteil rechtskräftig und die Konten sind ausgeglichen. Wie ist es zu dem ausgeurteilten Betrag von € 500,00 gekommen:

„Bei der Schätzung nach § 287 ZPO hat das Gericht berücksichtigt, dass der Kläger letztlich von der Funktion her im Grunde eine Roll-Genua anstelle einer Roll-Reff-Genua erhalten hat und dass auf Grund der Ausführungen des Sachverständigen zur Überzeugung des Gerichts feststeht, dass der Mehrwert einer Roll-Reff-Genua im Vergleich zur Roll-Genua bei etwa € 500,00 anzusiedeln ist“

Ach ja, nachdem wir damals nach einem weiteren Vergleichsversuch des dritten Richters nicht 100% der Kosten übernehmen wollten, hat er entsprechend seiner Ankündigung den von der Beilken Sails GmbH vorgeschlagenen zweiten Gutachter aus Schleswig-Holstein bestellt. Gegen eine mögliche andere Sachverständige aus Mecklenburg-Vorpommern hatte die Beilken Sails GmbH Bedenken geäußert. Daraufhin gab es von uns einen Befangenheitsantrag gegen den Richter, den er bis zu seiner Versetzung zum Landgericht nicht bearbeitet hat. Die vierte Richterin hat den vorgeschlagenen Sachverständigen weiterhin beauftragt und unter hohen Kosten zu dem von ihr mit nur 30 Minuten veranschlagten zweiten Verhandlungstermin eingeladen. Nachdem sie sich u. a. erklären ließ was Reffen heißt, waren die 30 Minuten auch schon vorbei. Die dritte Hauptverhandlung leitete dann die fünfte Richterin, da die vierte Richterin wie auch schon die erste in Mutterschutz gegangen war.  

Mir tun die Kläger leid, bei denen es nicht um kleine Beträge, sondern um ihre Existenzgrundlage beim Amtsgericht Bremen geht. Unser Anwalt kennt viele solcher Fälle. 


Fazit: Wer heutzutage sein Recht bekommen will, muss im Vergleich zu früher einen sehr langen Atem haben und in Kauf nehmen, dass ein Rechtstreit noch mehr Lebensqualität kostet. 

Im Übrigen sind wir mit der Verarbeitungsqualität der Genua von der Beilken Sails GmbH und mit den Änderungen durch CO-Segel sehr zufrieden. Wenn unser Hanseat 70 längere Genuaschienen hätte, wäre die Genua lt. Gutachten auch als Roll-Reff-Genua und nicht als Roll-Genua einsetzbar gewesen. Vorort gemessen hat der Geschäftsführer der Beilken Sails GmbH persönlich.

 

Sonntag, 10.12.2017

Vor einiger Zeit bekamen wir eine Anfrage, ob das Foto des Teakbaumes, das wir in unserem (B)logbuch am 02.01.2015 in dem Beitrag "Argyle Wasserfall" veröffentlicht haben, in einer Ausstellung in der Bremer botanika gezeigt werden darf. Aber gerne doch. Ist ja cool, dass es eines meiner Fotos in eine öffentliche Ausstellung schafft! Für die Bildnutzungsrechte wollten wir kein Geld, aber Freikarten für einen Besuch wären schön. Und so kam es, dass ich in der letzten Woche mit einer Freundin der botanika einen Besuch abgestattet habe. Eine schön gemachte Anlage, in der u. a. der Friedens-Buddha für Europa bestaunt werden kann. Die 2,40 m große, vergoldete Statue ist ein Geschenk des Dalai Lama und ein Symbol für den universellen Frieden und die Völkerverständigung. Im japanischen Garten kann täglich die Koi-Fütterung beobachtet werden, ein reißender Wasserfall sorgt für ein großartiges Erlebnis und bei einer kleinen Pause im Tee-Pavillon kann die einzigartige Atmosphäre im "Grünen" genossen werden. Mein persönliches Highlight war der Besuch im Schmetterlingshaus. Lautlos flattern hier die großen, bunten Schmetterlinge um die Besucher herum. 

Der Friedens-Buddha, der seit August 2017 in einem eigens für ihn entworfenen Glaspavillon bewundert werden kann:

Im Abschnitt "Himalaya" befindet sich der größte liegende Buddha außerhalb Asiens:

Besonderer Zauber in den drei großen Gewächshauswelten:

Gebetsmühlen dürfen natürlich auch nicht fehlen:

Im Reich der tropischen Schmetterlinge:

Und schließlich unser Foto im Entdeckerzentrum der botanika:

 

 

Sonntag, 10.12.2017

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen besinnlichen 2. Advent!

 

Die Amazone im Mondschein unter Palmen und eine Sternschnuppe ist auch dabei - ein schöner Gedanke:

Freitag, 08.12.2017 

Für mein angedachtes Buchprojekt "Internet auf Reisen" hatte ich schon Angebote eines deutschen und eines niederländischen Verlages. Der niederländische Verlag hätte es sogar in vier Sprachen auflegen wollen. Ein Angebot vom Palstek-Verlag für eine entsprechende Reihe in der Zeitschrift lag auch schon vor. In der Zwischenzeit hat der Palstek-Verlag die Reihe "Internet an Bord" mit Carsten Matthias als Autor veröffentlicht. Also wenn es mit einem Wiedereinstieg ins Berufsleben nicht so schnell geklappt hätte, wäre ich neben den Refit-Arbeiten an der Amazone auch damit gut beschäftigt gewesen. Nur richtig lukrativ wäre es nicht geworden. Die Erstauflage wäre 3.000 bzw. 4 x 1.000 Exemplare gewesen und ich hätte 10 % vom Verkaufspreis, der bei 14,80 , bzw. 19,80 € gelegen hätte, dafür bekommen. So sollen auch die Konditionen von anderen etablierten Verlagen sein. 

Antje war mit ihrem Manuskript schon viel weiter, aber für die renommierten Verlage war es nicht interessant genug. Auf der Buchmesse haben wir erfahren, dass von etwa 1.000 Manuskripten nur eines angenommen wird. Uns wurde gesagt, dass die Lektoren der großen Verlage lieber die Manuskripte ihrer vertrauten Autoren so in Form bringen, wie es der Markt nach Ansicht der Verlagsführung fordert.

Es gab zwar kleinere Verlage, die 1.000 Exemplare drucken wollten, aber wir sollten uns an den Kosten beteiligen. Das kam für uns nicht in Frage. 

Also haben wir unser Buchprojekt "14 Monate Sommer" als "Selfpublisher" umgesetzt und mit Books on Demand (BoD) einen perfekten Partner gefunden. Die "Einrichtung" der Auflage unserer neuen Hardcover-Version mit eigener ISBN-Nummer hat uns z. B. über den Umweg eines Tchibo-Gutscheines nur 9,99 €  statt des regulären BoD-Preises von 19 gekostet. Es werden alle gängigen E-Book-Formate konvertiert und die Preise der je nach Bedarf zum Teil einzeln gedruckten Bücher sind bei BoD im Vergleich zu anderen Anbietern sehr wettbewerbsfähig (Taschenbuch 14,99 und Gebundene Ausgabe 23,90 ). 

Zum Glück haben wir nicht auf die Lektoren, sondern auf das Feedback unserer (B)logbuch-Leser gehört. Sonst hätten wir nicht die Motivation gehabt, aus Antjes Manuskript ein Buch auf den Markt zu bringen. Auch die veröffentlichten Rezensionen sowie die bis jetzt 3.000 verkauften Bücher in digitaler und gedruckter Version sprechen für sich. 

Die Preise und damit unseren Anteil pro Buch können wir selbst festlegen. Wie man sieht, wurden die neuen Hardcover bereits im ersten Monat 88 mal gedruckt und verschickt. Der November war für die gedruckten Bücher bis jetzt der beste Monat mit 212 Exemplaren. Für das E-Book war der März mit 277 verkauften Stück bis jetzt der beste Monat.

 

 

Mit dem Programm von NovalRank.com werden die berechneten Stückzahlen bei Amazon angezeigt. Jedesmal, wenn der stündlich erscheinende Verkaufsrang  bei Amazon steil ansteigt, wird ein Buch addiert. Es können aber auch in der Stunde tatsächlich mehr Bücher bei Amazon verkauft worden sein, als berechnet werden:

 

Aktuell kann man sehen, dass die Zahlen unseres E-Books sehr schwächeln und deshalb wird es das E-Book demnächst für vier Wochen zum Angebotspreis von 1,99 geben. Danach wird der neue "Dauerpreis" 3,99 sein. Damit bekommen wir für ein verkauftes E-Book ungefähr soviel, wie für ein gedrucktes Buch. Bei den Verlagen sind die E-Book Preise nur künstlich so hoch, da sie ja erstmal die 3.000 gedruckten Bücher verkaufen wollen.

Mit Selfpublishing liegt alles in der Hand des Autors. Was einerseits größtmögliche Gestaltungsfreiheit bedeutet, andererseits aber natürlich mit sehr viel Engagement und Aufwand verbunden ist. Allerdings ist das Endprodukt dann auch wirklich das eigene "Baby" -  es wird von keinem Lektor am Text gestrichen und das Cover kann authentisch gestaltet werden. Von daher können wir glücklich sein, dass kein Lektor unser Manuskript für seinen Verlag interessant genug fand :-). 

Unsere Empfehlung: Selber machen, wenn man Spaß daran hat! 

 

Freitag, 17.11.2017

Das sollte natürlich gar nicht erst vorkommen, aber wir haben sogar einen Gurtschneider in unserer Rettungsweste, mit dem wir uns im Notfall von der Lifeleine losschneiden könnten. Bisher hatte ich keine Hoffnung, dass Antje mich wieder an Bord bekommen würde. Wie schwer das ist, hat ja auch der Untersuchungsbericht von der Bundesstelle für Seeunfälle zum Tod eines Besatzungsmitglieds der Segelyacht SPECIAL ONE am 30. April 2011 vor Fehmarn gezeigt. Hier ist der Link: http://www.bsu-bund.de/

Unsere Idee war, dass Antje es mithilfe eines Adrenalinschubes schafft, unsere Rettungsinsel in der Nähe von mir auszuwerfen... Dafür haben wir auch extra die Rettungsinsel-Version in der Tasche und nicht im Container.

Jetzt ist aber ein neues System mit dem Namen Catch and Lift auf dem Markt, mit dem es neue "Hoffnung" gibt. Wir sind halt über 50 und machen uns naturgemäß mehr Gedanken ;-) 

 

So sieht das im Film aus: youtube

Auf der Hanseboot haben wir Catch and Lift bestellt und im Sommer wollen wir es ausprobieren. Wir sind schon gespannt, ob es unseren Erwartungen entspricht! 

 

 

Freitag, 03.11.2017

Für unsere Weltumseglung werden wir für alle Fälle jeweils einen zweiten Reisepass beantragen. Dessen Gültigkeit beträgt aber nur 6 statt 10 Jahre und die Kosten liegen ab € 60,00. Sobald ich einen erfolgreichen Antrag formuliert habe, stelle ich hier einen Musterantrag ein.

Beim für uns zuständigen Bremer Stadtamt sind keine Informationen dazu online verfügbar, aber dieser Link von der Stadt Oldenburg ist schon sehr informativ: http://www.oldenburg.de/nc/de/startseite/buergerservice/osiris/anliegen-a-z/anliegen-a-z/modul/service/eintrag/zweiten-reisepass-epass-beantragen.html

 

Mittwoch, 01.11.2017

Nach der durchwachsenen Saison kommt mit dem November auch noch die dunkle Jahreszeit. Aber wir sagen einfach "Yesvember" zu diesem Monat und freuen uns schon auf die kommende besinnliche Zeit. Passend dazu haben wir jetzt aufgrund der großen Nachfrage die Hardcover-Version unseres Buches 14 Monate Sommer - Unter Segeln in die Karibik und zurück erstellt. Eine hochwertige Ausführung für Menschen, die sich in der kalten Jahreszeit auf eine sommerliche Segelreise in die Karibik und zurück begeben möchten.

Unser Buch wurde bis jetzt bei Amazon mit 19 fünf-Sterne-Rezensionen von den Leserinnen und Lesern ausgezeichnet. Damit hebt es sich insbesondere von den Neuerscheinungen einschlägiger Verlage sehr positiv ab. Also auch ein risikofreies Weihnachtsgeschenk für alle, die sich von einer herrlichen Auszeit-Abenteuergeschichte unterhalten und inspirieren lassen möchten.

Überall im Buchhandel bestellbar:

  • Hardcover, 300 Seiten, 76 Farbfotos, € 23,90 ( ISBN 978-3-7460-1198-1 )
  • Taschenbuch, 300 Seiten, 76 Farbfotos, € 14,99 ( ISBN 978-3-7431-1334-3 )
  • E-Book - € 4,99

 

Dienstag, 31.10.2017

Während unserer Auszeit war schnell klar, dass uns der Virus des Blauwassersegelns befallen hat und das er uns nicht mehr loslassen wird. Nur wann können wir uns wieder so eine Reise leisten? Nach ersten Hochrechnungen sind wir auf eine Zeit von 10 Jahren gekommen, also sechs Jahre vor unserem normalen Renteneintrittsalter mit 67. Aber sind wir mit 61 noch fit genug für eine so lange Reise? Wenn wir weitere Abstriche machen würden, wäre doch sicherlich auch eine frühere Abfahrt möglich? 

Seit zwei Jahren können wir bereits fleißig sparen, aber sobald wir losfahren fällt das weg. Im Gegenteil, wir werden aufgrund unserer Erfahrungen jedes Jahr ca. € 30.000,-- für unseren Lebensunterhalt ausgeben. Es geht auch günstiger, aber wir wären mit einem "Low Budget" nicht glücklich. Als sehr informativen Beitrag über die Kosten einer Langfahrt können wir auch die Webseite von Sabine und Joachim Willner mit ihrer Hanseat 42, Namens Atanga empfehlen: http://atanga.de/?page_id=3457

Wir haben uns inzwischen auch andere Boote angeschaut, die unseren ursprünglichen Anforderungen für eine Weltumseglung sehr nahe kommen würden (Bowman 40 und Island Packet 380). Wenn wir aber wieder mit unserer Amazone losfahren würden, könnten wir sehr viel Geld für die Anschaffung und den Unterhalt sparen und dadurch mit 58 losfahren.

Der Abfahrtsmonat wird wohl wieder der Juni sein und das Jahr könnte dann 2022 werden, wenn alles gut läuft und wir gesund bleiben.

Wir sind schon voller Vorfreude!

 

 

Dienstag, 31.10.2017

Wir sind sehr glücklich und dankbar dafür, wie unser Leben bis jetzt verlaufen ist. Wir sind gesund, haben Kinder, Haus, Boot, Arbeit und konnten sogar schon mal das Blauwasserleben auf Zeit erfahren. Soviel Glück haben nur wenige Menschen und trotzdem ist da diese Sehnsucht nach Sonne, Wind, Wellen und weitem Horizont. Daher machen wir uns immer mal wieder Gedanken zu unserer geplanten Weltumseglung, die in einigen Jahren starten soll. Vorfreude ist ja bekanntlich die beste Freude :-).

Den Startzeitpunkt unserer Atlantikrunde hatten wir aus persönlichen Gründen sehr kurzfristig entschieden und daher gab es nur 9 Monate Zeit für die Vorbereitungen. 

Dieses mal haben wir mehr als genügend Zeit für die Vorbereitungen einer anspruchsvolleren Weltumseglung. Da wir auch immer wieder von den Erfahrungen anderer Blauwassersegler profitieren, die ihre Erfahrungen im Internet veröffentlichen, werden wir das jetzt auch wieder tun.

Dazu gibt es ab heute anstelle des "Planungsblog" mit dem www.unsereauszeit.de im September 2013 gestartet ist, die neue Kategorie "Vorbereitungen zur Weltumseglung von A - Z" auf dieser Webseite. Sie hat jetzt erst mal ein Inhaltsverzeichnis zu einigen Themen, die für so eine Fahrt geklärt werden sollten. Für jedes Thema gibt es unterschiedliche Meinungen und Lösungen je nach persönlichen Prioritäten und Erfahrungen. Für uns war eine Blauwasserfahrt immer nur ein Traum und die Geburt unserer Kinder das größte Glück. Wir sind glücklich in Deutschland leben zu können, aber wir freuen uns auch darauf etwas Neues zu entdecken. Dabei muss es immer wieder Zeiten geben, unsere Kinder zu besuchen. Sicherheit spielt für uns eine größere Rolle als Komfort und Geschwindigkeit. Unter diesen Gesichtspunkten und unseren Erfahrungen aus der Atlantikrunde werden unsere geplanten Beiträge zu den folgenden Vorbereitungsthemen zu verstehen sein: 

  • Abfahrtstermin
  • Abwasser
  • Bekleidung
  • Besegelung
  • Beiboot
  • Bootsauswahl
  • Diebstahlschutz
  • Familie
  • Feuer
  • Gasversorgung
  • Gemeinschaftsfahrten
  • Gesundheit
  • Haftpflichtversicherung
  • Heizung
  • Impfungen
  • Kaskoversicherung
  • Kommunikation
  • Krankenversicherung
  • Lebensmittelversorgung
  • Mensch über Bord
  • Motorisierung
  • Navigation
  • Ölzeug
  • Papiere
  • Propeller
  • Reisepass
  • Rigg
  • Route
  • Sehen und gesehen werden
  • Sprachen
  • Stromversorgung
  • Ungeziefer
  • Unterwasseranstrich
  • Wassereinbruch
  • Wasserversorgung

Sobald ich zu einem Thema etwas geschrieben habe, wird der Beitrag mit dem Inhaltsverzeichnis verlinkt. 

 

 

Montag, 30.10.2017  

Ja, Hamburg sagt Tschüss zur Hanseboot und damit auch zur Boatfit, die erst im letzten Jahr von Bremen nach Hamburg verschachert worden ist. Die erste Bootsausstellung öffnete 1961 ihre Pforten und 2017 ist nun Schluss. Das Ende einer Ära. Schade eigentlich, denn wie lautete einst der Werbespruch für die Ausstellung: „Die Saison beginnt im Oktober.“ So war es ja auch irgendwie. Die Boote waren im Herbst gerade an Land gebracht und winterfest gemacht worden, da fuhren wir selbstverständlich zur Bootsausstellung nach Hamburg. Ausrüstung ergänzen oder erneuern, Angebote für größere Anschaffungen einholen (in 30 Minuten 5 Angebote für ein Segel bekommen, das war nur auf der Messe möglich und hatte was von Speed-Dating), Messerabatte bei Leinen und Fendern nutzen und natürlich alte Bekannte treffen und ganz viel fachsimpeln. Zwischen den großen Hallen eine Bratwurst essen, bei Käpt’n Dietzel am DP 07 Stand vorbeischauen, einem Vortrag von Meeno Schrader über die Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen lauschen und am Stand der Firma SPW eine neue Zinkanode für den Propeller kaufen. Auch manch Fliegender Händler hat an uns verdient – Brillenputzspray der Extraklasse (kein Beschlagen der Gläser!) und Schuhputzfett für Bootsschuhe und Ledersofas (jetzt neu auch für Fleckentfernung auf GFK zu verwenden).  

Gefühlte 50 mal war ich dabei: als Kleinkind im Schlepptau meiner Eltern, später als Jugendliche mit der Clique. Und schließlich haben wir dann die eigenen, quengelnden Kinder durch die diversen Hallen bugsiert. Zugegeben – Boote haben wir nur ganz selten besichtigt und uns bei den Preisen für ein werftneues Boot gefreut, dass wir ein tolles, gut ausgerüstetes Boot haben, mit dem wir sehr glücklich sind. Wobei unsere Amazone auf der Hanseboot 1971 der Star auf dem Stand der Asmus-Werft war und sich das Auftragsbuch sehr schnell füllte. 

Für uns lag der Schwerpunkt in diesem Jahr natürlich bei den Bootsmotoren. Einige Gespräche haben wir geführt und Informationen bekommen. Festgelegt haben wir uns noch nicht, da gibt es noch einiges abzuwägen. Alles in allem hatten wir einen schönen und informativen Tag, inklusive einem Vortrag der weltweit aktivsten Meeresschutzorganisation Sea Shepherd, diesen Seehelden der Neuzeit. Eigentlich hätte alles wie immer sein können, wenn, ja wenn Hamburg nicht Tschüss sagen würde. 

Es gibt ja noch die boot Düsseldorf. Aber das ist nicht dasselbe. Mit der Messe in Hamburg verband ich ganz viel und ein bisschen Sentimentalität muss auch mal erlaubt sein.

 

Für mich optisch der Favorit:

 

Zwei große Brüder unserer Kleinen Gummiwurst:

 

 Hier haben wir auch immer gerne vorbeigeschaut:

 

Verlorene Heimat: 

 

 Entspannende Massage nach einem langen Messe-Tag:

 

 

Dienstag, 24.10.2017 

Unglaublich, wo ich das folgende tolle Foto mit unserer Amazone gefunden habe:

Am Sonntag sind auch die Boote meiner Vereinskameraden in die Halle gekommen. Bei diesem Arbeitsdienst bin ich mit einem begeisterten Leser des Buches "Freiheit auf Zeit" von Kristina Müller ins Gespräch gekommen. Aha, den Titel kenne ich, da das Buch bei Amazon oft zusammen mit unserem Buch verkauft wird:

 

Aber wer ist Kristina Müller?

 

Das hat mir nicht gereicht, und deshalb habe ich gestern weiter gesucht. Dabei bin ich auf ihre Seite www.Kleinbootgeschichten.de und ihren Beitrag: Unbekannte Schätze zwischen Bremen und Wremen mit dem obigen Foto gestoßen. Siehe da, wir waren uns schon unbekannter Weise ganz nahe gekommen. Nach einer netten Kontaktaufnahme, hat sie uns auch noch gleich weitere Fotos geschickt: 

 

Fotos: Kristina Müller

 

Freitag, 20.10.2017

Nachdem die Amazone im letzten Jahr an Land geblieben war und Ingo fleißig an ihr gearbeitet hatte, waren wir überglücklich, als es in diesem Jahr endlich wieder losgehen konnte! Zum Saisonauftakt waren wir mit zwei Filmteams unterwegs und zwei tolle Berichte in SAT 1 und im NDR wurden gesendet. Das ließ sich doch schon gut an. 

Mit dem Urlaubsgepäck kam dann auch ein „Mensch ärgere Dich nicht“-Spiel an Bord und es ist wie verhext - seit wir das Spiel dabei haben, gab es schon viele Gründe sich zu ärgern. Ich weiß, ein Zusammenhang ist mehr als unwahrscheinlich, aber trotzdem ist es vielleicht besser, wenn wir im nächsten Jahr ohne das Spiel unterwegs sind. Der Urlaubstörn war jedenfalls eine Aneinanderreihung von Pleiten, Pech und Pannen. Eine kleine Auswahl der Ärgernisse: wegen des Wetters wurde das Urlaubsziel von Norwegen zum Limfjord verlegt, am ersten Urlaubstag krank gewesen, Brille zerbrochen, Toilette verstopft, Probleme mit der Kreditkarte gehabt, Kausch am Segel ausgerissen und den krönenden Abschluss bildete natürlich der großartige Motorschaden.  

Geknechtet von der Tide mussten wir zum Urlaubsstart mal wieder früh aufstehen. Sehr früh sogar, denn schon um 2.30 Uhr hieß es Leinen los und kurz nach 3 Uhr fuhren wir schon aus der Schleuse auf die Weser hinaus. Später konnten wir sogar Segel setzen und bis kurz vor Helgoland segeln. Bei Nordwest 4 in Böen 5 war das nicht sehr gemütlich und im Logbuch ist vermerkt: „Zum Glück kein Regen.“ Wenn man ein sonniges Gemüt hat, ist das Glas eben halb voll und nicht halb leer. 

Die Weiterfahrt nach Thyborön haben wir dann um einen Tag verschoben, weil es mir nicht gut ging und ich in der Koje bleiben musste. Im Laufe des Tages erholte ich mich und schon am nächsten Tag konnten wir aufbrechen. Thyborön war aber nicht mehr drin, weil das Wetterfenster nur bis Esbjerg günstig war. Um kurz nach 6 Uhr in der Früh ging es bei Nieselregen und Westsüdwestwind von 3 – 4 Beaufort los. Im Laufe des Tages nahm der Wind stetig zu, so dass wir schließlich bei 5 – 6 im zweiten Reff und kleingerollter Genua durch die bewegte Nordsee preschten. Wir waren sehr gespannt, wie sich das Einlaufen in Esbjerg gestalten würde. Immerhin wehte der auflandige Wind mit guten fünf Windstärken und das Wasser lief ab, d. h. Wind gegen Strom, was ja oft sehr kabbelig ist. Aber sach man nix – trotz dieser Umstände lief es erstaunlich gut. Die Wellen waren langgezogen und nicht unangenehm. Um 21 Uhr machten wir an der Anlage des Segelvereins im Konsumfiskerhavn in Esbjerg fest. Ein schöner, aber auch anstrengender Segeltag ging zu Ende. Die 97 Seemeilen haben wir in 15 Stunden zurückgelegt. 

Wir wurden im Esbjerger Segelverein herzlich willkommen geheißen, so dass wir uns in diesem Industriehafen gut aufgehoben fühlten. Nicht wirklich ruhig und idyllisch, aber immerhin gab es direkt am Hafen verschiedene Fischgeschäfte und der Supermarkt war auch nicht weit.  

Weiter ging es erst ein paar Tage später, da das Wetter nicht zum Segeln einlud. Machte aber nichts, wir haben uns die Zeit nicht lang werden lassen und uns Esbjerg angeschaut. Das Schifffahrts- und Fischereimuseum lohnt einen Besuch. Bei westsüdwestlichem Wind von vier Beaufort, in Böen 5 bis 6, legten wir um 6 Uhr ab und es ging flott Richtung Norden. Im Laufe des Vormittags drehte der Wind auf Südsüdwest und nahm immer mehr ab. Gegen 22 Uhr machten wir schließlich in Thyborön fest und hatten, wie schon auf dem Törn nach Esbjerg, 97 Meilen zurückgelegt.

Nun waren wir im Limfjord angekommen und tingelten die nächsten Tage nach Lemvig (14 Meilen) und von dort nach Nyköbing (30 Meilen). Schöne Segeltörns im geschützten, von sanften Hügeln eingerahmten Segelrevier.

In Nyköbing kamen unser ältester Sohn und seine Freundin für ein paar Tage zu Besuch an Bord. Gleich am nächsten Tag segelten wir zu der 10 Meilen entfernten Harre Vig und ankerten vor dem einsamen Strand. Die Kleine Gummiwurst transportierte uns und die Grillsachen an Land und wir genossen diesen herrlichen, windstillen Abend und einen grandiosen Sonnenuntergang. Zum Glück hatten die beiden sich die schönsten Tage mit Sonnenschein für ihren Ausflug zu uns ausgesucht. Denn als sie wieder abgereist waren, kam der Regen.

Der nächste Hafen, den wir anliefen, war Nibe (38 Meilen). Ein großer, etwas verschlafener Bootsparkplatz mit wenig Atmosphäre, vielen gleichförmigen Ferienwohnungen, aber immerhin Einkaufsmöglichkeiten direkt am Hafen. Im Gegensatz zu Nyköbing, das lebendig ist und Charme hat, würden wir Nibe nicht unbedingt wieder anlaufen. Nach einer Übernachtung ging es weiter nach Aalborg (11 Meilen). Hier fanden wir zum ersten Mal in diesem Urlaub einen vollen Hafen vor. Zum Glück gibt es aber mehrere Liegemöglichkeiten und im Skudehavn war auch noch etwas frei.

Für uns wurde es nun nach zwei Wochen auch allmählich Zeit, den Limfjord zu verlassen und an den Rückweg zu denken. Am Eingang zum Limfjord an der Ostseeseite gibt es die beiden Häfen Hals und Egense. Im Hafen von Hals tobt das Leben, in Egense geht es eher beschaulich zu. Wir haben den kleineren, ruhigen Hafen von Egense dem Päckchenliegen in Hals vorgezogen. Die Zufahrtsrinne war an der flachsten Stelle etwa zwei Meter tief und damit für uns ausreichend.

Bei herrlichem Sonnenschein und Westwind von 4 bis 5 Beaufort gab es jetzt keine Ausrede mehr, nicht den langen Schlag nach Anholt zu segeln. Irgendwie hatte es noch nie gepasst und die Geschichten, die ich immer wieder hörte über verhedderte Heckanker und einen völlig überfüllten Hafen machten mir bisher keine große Lust auf einen Abstecher dorthin. Aber jetzt wollten wir es wagen. Denn wenn wir in den vollen Ankerbuchten der Karibik klargekommen sind, werden wir es auf Anholt auch schaffen. Und so hatten wir den schönsten Segeltörn des ganzen Urlaubs und legten die 42 herrlichen Seemeilen in sieben Stunden zurück. Segeln vom Feinsten, warum kann es nicht immer so sein?

Tatsächlich war der Hafen gut gefüllt und wir drehten unsere Kreise, um noch eine Lücke zu finden, als uns ein Segelfreund von der Weser zuwinkte und uns zu einem Platz am Steg lotste. Schnell die Leine an der Heckboje festgemacht und schon waren wir angekommen. Zwar genauso eng, wie im Päckchen, aber immerhin mit dem Bug am Steg. Seit ein paar Jahren wird hier an Heckbojen festgemacht, verhedderte Heckanker gehören damit der Vergangenheit an. Am Hafen und umzu tobte bei bestem Wetter das pralle Leben! Ich habe noch nie so viele Menschen auf einem Grillplatz gesehen. Für uns alles eine Nummer zu überlaufen und zu laut. Wir sind nur eine Nacht geblieben, um den für den nächsten Tag vorhergesagten Nordwind für unsere Reise in den Süden zu nutzen. Daher haben wir die Insel nicht wirklich kennengelernt. Aber was wir auf unserem Spaziergang gesehen haben, hat uns gut gefallen. Besonders erwähnenswert ist der lange Sandstrand nur wenige Schritte vom Hafen.  

Der angekündigte Nordwind war dann leider etwas schwach auf der Brust, so dass wir die 70 Meilen nach Samsö meist unter Maschine zurücklegen mussten. Kurz vor Sonnenuntergang fiel der Anker bei Langör in der Bucht Armhoved. Sehr romantisch und wir schmiedeten Pläne, am nächsten Tag die Bordfahrräder mit der Kleinen Gummiwurst an Land zu bringen und eine lange Radtour zu unternehmen. Leider machte das Wetter einen Strich durch unsere ehrgeizigen Pläne. Im Regen hatten wir keine große Lust auf das Radfahren. Segeln im Regen ist auch nicht der Hit, aber dazu rafften wir uns dann auf und nach 45 Meilen fiel der Anker in der weitläufigen Bucht bei Juelsminde.

Unser nächstes Ziel war Assens, das wir bei bedecktem Himmel mit vereinzelten Schauern (einreffen, ausreffen …) nach 42 Meilen am späten Nachmittag erreichten. Diesen Hafen liefen wir zum ersten Mal an und es gefiel uns hier auf Anhieb. Ein schöner Hafen, die kleine Stadt ganz in der Nähe, der Strand zu Fuß erreichbar und Fahrräder, die kostenlos benutzt werden können.

Mit großen Schritten, bzw. langen Törns, sollte es weitergehen, um die günstige Wind- und Wettervorhersage auf der Nordsee für unsere Heimreise zu nutzen. Unser Plan war, am Dienstag, 01.08., bis Cuxhaven zu kommen und am Mittwoch nach Bremerhaven zu segeln. Denn laut Wettervorhersage, sollte der Wind ab Donnerstag zunehmen und auf Nordwest drehen, was die Passage Cuxhaven – Bremerhaven ungemütlich, wenn nicht unmöglich gemacht hätte.

Wir verließen am Montag, dem 31.07., in aller Frühe den letzten dänischen Hafen, Assens, und erreichten nach 95 Meilen abends den Borgstedter See bei Rendsburg. Ein langer, abwechslungsreicher Törn. Die Wartezeit, um in den Nord-Ostsee-Kanal einzuschleusen, hielt sich mit etwa einer Stunde in Grenzen. Die Rader Hochbrücke spiegelte sich im See-Wasser, die Sonne ging unter und das Ankerlicht an. Auf der Brücke zogen die LKW gemächlich und unablässig einer nach dem anderen vorüber und ihr leises, monotones Brummen untermalte die Idylle.

Am nächsten Morgen startete ich um 6.15 Uhr unseren grünen Freund, den Volvo. Dass es das letzte Mal sein würde, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht und auch nicht, was uns an diesem Tag noch alles widerfahren sollte.

Zunächst lief alles wie immer – unspektakuläre Motorfahrt im Kanal, nebenbei frühstückten wir und schmiedeten Pläne, am nächsten Tag von Cuxhaven nach Bremerhaven zu segeln und den Urlaub allmählich ausklingen zu lassen. Die Kinder könnten kommen und gemeinsames Grillen in Wulsdorf wäre doch toll. Es kam anders, ganz anders. Etwa gegen 9.30 Uhr überholte uns ein großes Containerschiff. Kurze Zeit später bemerkten wir, dass dieser Frachter nur noch wenig Fahrt machte und schließlich in der Weiche bei Kanalkilometer 38 etwa mittig im Kanal aufgestoppt hatte. Während ich fotografierte, erhöhte Ingo unsere Geschwindigkeit, um den Riesen an Steuerbord zu passieren und genügend Fahrt im Boot zu haben, wenn wir das Schraubenwasser passieren. Plötzlich rief Ingo mir zu: „Der Motor ist aus!“ Ich war völlig perplex, hatte ein großes Fragezeichen im Gesicht und stellte Ingo die ebenso überflüssige wie schwachsinnige Frage: „Hast Du ihn ausgemacht?“ Das hatte er natürlich nicht, sondern der Motor war etwa 30 Sekunden, nachdem Ingo mehr Gas gegeben hatte, einfach ausgegangen. Nichts hatte darauf hingedeutet, dass es ein Problem gab. Kein Piepen, dass eine Überhitzung vorgelegen hätte, kein Qualm, kein Gestank, kein erhöhter Ölverbrauch, gar nichts. Als Ingo bemerkte, dass etwas nicht stimmt, kam er gar nicht mehr dazu, den Gashebel auf neutral zu stellen, so schnell ging der Motor aus.

Ebenso lautlos wie hilflos glitten wir zwischen Containerschiff und Dalben dahin. Erstmal brachten wir uns hinter den Dalben in Sicherheit. Ich eilte ins Boot und schaltete die Stromversorgung für die Ankerwinsch an und schon ließ Ingo den Anker fallen. So stabilisiert, drehte sich die Amazone und wir konnten zu einem Dalben eine Leine ausbringen. Richtig gehalten hat der Anker natürlich nicht, eher hat er sich zufällig an einem Stein verhakt. Der Frachter kam allmählich dichter an die Dalben heran und das Schraubenwasser wirbelte wie wild. Die Amazone drehte sich mit dem Heck Richtung Frachter, dessen Bordwand in Reichweite haushoch vor mir aufragte. An Land erschienen nun mehrere Ausflügler. Sie hatten ihre Kühlbox dabei und riefen zu uns herüber: „Wir sollen Euch sagen, dass ihr nicht zu warten braucht. Ihr könnt weiterfahren.“ Wir riefen zurück: „Wir warten nicht, wir haben einen Motorschaden!“ Darauf liefen sie zurück und gaben diese Neuigkeit an den Lotsen weiter, der unser Treiben von der Brücke des Schiffs aus beobachtet hatte. Wir hatten inzwischen auch den zweiten Anker ausgebracht. Der wiegt 15 kg und hat eine fünf Meter lange Kette. Ingo hat ihn aus der achteren Backskiste geholt und am Bug ausgeworfen, als wäre das alles leicht wie eine Feder. Adrenalin machte es möglich. Ich sah den Anker schon bis zum Ufer fliegen… Jetzt hätte ich endlich Zeit gehabt, über UKW-Funk um Hilfe zu bitten. Da dampfte ein holländisches Plattbodenschiff zwischen die immer kleiner werdende Lücke zwischen Dalben und Frachter hindurch auf uns zu. Den hatte der Himmel geschickt! Nein, es war der Lotse, wie sich später herausstellte. Jedenfalls war er sehr gut motorisiert und konnte mit seinem Schiff exzellent umgehen. Er stoppte auf, wir holten die Anker ein, warfen die schon vorbereitete Schleppleine hinüber und machten auch die Leine am Dalben los. Etwa drei Stunden später erreichten wir mit unserem Schleppverband Brunsbüttel, wo wir gleich neben der Schleuse im fast leeren Hafen anlegten. Unterwegs hatte Ingo versucht, den Motor wieder zu starten, was ihm auch gelang, aber der Motor machte so erbärmliche Geräusche, dass klar wurde, dass etwas Ernsthaftes geschehen sein musste. Ingo hatte auch schon im Internet eine Volvo-Service-Werkstatt in Brunsbüttel gefunden und für den morgigen Tag einen Termin verabredet. Mit einer Geschenketüte, die u. a. auch ein signiertes Exemplar von „14 Monate Sommer“ enthielt, bedankten wir uns später bei unserem Retter in der Not.

Am Abend kam noch der Lotse vorbei, der auf dem Containerschiff Dienst hatte und die Ausflügler und anschließend das holländische Plattbodenschiff zu uns geschickt hatte. Unser AIS-Signal hatte er in Brunsbüttel entdeckt und war nach Feierabend kurz vorbeigekommen, um zu fragen, was denn los gewesen sei. Es ergab sich ein nettes Gespräch und wir bedankten uns, für die Unterstützung. Er wollte uns die Daumen drücken, dass der Schaden sich in Grenzen hält und schnell behoben werden kann. Das hat allerdings nichts genützt, denn als am nächsten Morgen der Mechaniker an Bord kam und den Patienten untersuchte, stellte er sehr schnell fest, dass einer der drei Kolben festsitzt. Eine Reparatur könnte grob geschätzt zwischen 3.000 und 4.000 Euro kosten. Das würde sich wahrscheinlich nicht mehr lohnen, weil der Motor 15 Jahre alt ist und 2.400 Stunden gelaufen hat. Rums, das hatte gesessen. Lange Gesichter und hängende Ohren. Unser grüner Freund hatte uns also tatsächlich plötzlich und unerwartet verlassen, hatte so mir nichts dir nichts seinen Dienst quittiert und uns im Stich gelassen. Gute Wartung und Pflege hin oder her, einfach Pech gehabt.

Nun war guter Rat teuer. Sollten wir im nahegelegenen Segelverein den Motor ausbauen und einen neuen Motor einbauen lassen? Das Angebot der Firma Cornels war jedenfalls fair und die Segelkameraden aus dem Segelverein Brunsbüttel waren sofort bereit, die Amazone auf dem vereinseigenen Slipwagen aus dem Wasser zu holen. Aber nein, wir wollten doch lieber nach Hause segeln und alles im Heimathafen in Ruhe überlegen und noch weitere Angebote für einen neuen Motor einholen. Wobei ich zugeben muss, dass nicht „wir“ nach Hause segeln wollten, sondern Ingo. Ich musste erst überzeugt werden, dass es kein Problem sei, von Brunsbüttel nach Bremerhaven zu segeln, ohne im Fall der Fälle auf den Motor zurückgreifen zu können. Okay, letztlich war es kein Problem. Überall fanden sich hilfsbereite Segelkameradinnen und –kameraden, die uns ohne viele Worte oder Aufhebens Hilfe anboten und uns abschleppten. Ein holländisches Ehepaar schleppte uns durch die Schleuse in Brunsbüttel bis zum Segelverein Brunsbüttel. Ein Segelkamerad bot uns an, uns aus dem Verein hinaus auf die Elbe zu schleppen und uns in Cuxhaven beim Anlegen zu helfen. Unter Segeln anzulegen und einen fachgerechten Aufschießer zu fahren, haben wir zuletzt vor 35 Jahren gemacht. Allerdings mit einer Jolle. Allein die Vorstellung trieb mir Schweißperlen auf die Stirn.  

Zu unserem großen Glück trafen wir in Cuxhaven Anke und Olli, langjährige Freunde von der Weser, die uns anboten, uns mit ihrem Boot auf dem Törn nach Bremerhaven zu begleiten und uns dort wieder auf den Haken zu nehmen und uns durch die Schleuse nach Wulsdorf zu bringen. So haben wir es auch gemacht - haben tapfer auf der Elbe gegen den starken Westwind gekreuzt, bei jedem Schlag zu Anke und Olli herübergewunken, sind bei den Türmen im konfusen Seegang noch einmal heftig durchgeschüttelt worden, haben auf der Weser dann mit einer schönen Abendbrise das letzte Stück bewältigt und uns sehr gefreut, als wir schließlich wohlbehalten in Wulsdorf angekommen waren. Ende gut alles gut – aber nun war ich wirklich urlaubsreif! Mensch ärgere Dich nicht – es hätte alles noch viel schlimmer kommen können.

 

Möwe auf der Helgoländer Düne

 

Gastlandflagge im nordischen Outfit setzen - im Hintergrund Esbjerg

 

Ein Wahrzeichen Esbjergs - Kunstwerk "Menschen am Meer"

 

 

Amazone vor Anker - gleich wird geduscht

  

 

"Pfeffer und Salz" in der Einfahrt zum Limfjord auf der Ostseeseite

  

Häufiges Wolkenbild in der Saison 2017

 

Steg am Strand von Assens

 

Ist das nicht herzig?

 

Hier überholt uns das Containerschiff mit dem netten Lotsen an Bord

 

Unerwartetes Saisonende - aber immerhin wird es nie langweilig. Wir freuen uns auf 2018!

 

Freitag, 13.10.2017

Die Frankfurter Buchmesse hat eine mehr als 500 jährige Tradition. Nur wenige Kilometer von Frankfurt entfernt revolutionierte einst Johannes Gutenberg in Mainz den Buchdruck. In erster Linie dient die Buchmesse als Fachmesse für Verleger, Buchhändler, Bibliothekare, Künstler, Autoren, Illustratoren, Drucker, Verbände, Antiquare, aber auch Software - und Multimedia-Anbieter stellen ihr Angebot vor und schließen Geschäfte ab. Hörfunk- und Fernsehsender veranstalten während der Messetage auf eigenen Bühnen Gesprächssendungen, die vielfach live übertragen werden, wie z. B. "Das Blaue Sofa" des ZDF. In zweiter Linie richtet sich die Messe an das allgemeine Publikum, dem nur an den letzten beiden Messetagen Zugang gewährt wird. Im letzten Jahr waren etwa 280.000 Besucher auf der Messe, über 7.000 Aussteller waren präsent.

Als unser Verlag entschieden hatte, dass unser Buch auf dem Stand präsentiert wird, wollten wir natürlich auch dabei sein. Wir waren sehr gespannt, was uns erwarten würde und waren schier überwältigt von der Lebendigkeit, den Farben, den vielen Menschen, der positiven Grundstimmung, die überall zu spüren war und natürlich hatten wir noch nie zuvor so viele Bücher auf einmal gesehen! Für mich als Buchliebhaberin war es geradezu eine Offenbarung und eine gewaltige Reizüberflutung. In vier riesigen Hallen, die bis zu drei Ebenen haben, tummelte sich das interessierte Publikum. Auch der Außenbereich, die Agora, war bei strahlendem Sonnenschein ein beliebter Treffpunkt. Hier konnte ein wenig entspannt, die "Open Stage", das Lesezelt, das Signierzelt oder die angrenzende Festhalle der ARD besucht werden. Wer genug Geduld aufbrachte, konnte sich auch in einer der sehr langen Schlangen einreihen, um sich eine Currywurst mit Pommes zu gönnen.

Als erstes suchten wir natürlich den Books On Demand-Stand auf, um unser eigenes Buch zu begrüßen. Ein Tropfen im riesigen Bücher-Meer, aber immerhin unser Tropfen! Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Verlages haben sich nett um uns gekümmert, Tipps und Anregungen gegeben und einen leckeren Cappucchino bekamen wir auch serviert. Außerdem bekamen wir einen Ausweis in einer Plastikhülle, den wir uns mit einem grell-orange-farbenen Band umhängen konnten. Das sah doch gleich ganz wichtig aus und man konnte uns sofort als Autorin und Autor erkennen. Na ja, das war uns dann doch ein bisschen zuviel des Guten, wir waren lieber schlicht mit hanseatischem Understatement unterwegs. 

Bunt und interessant war es. Hier ein Verlag, dessen Stand über und über mit bunten Luftballons gestaltet war, dort ein Stand, auf dem ein Autor aus seinem Buch vorlas. Vorbei ging es an einem Podium, auf dem gerade Ulrich Wickert etwas zu seiner Verbindung zu Frankreich erzählte. An einem anderen Stand fand eine Signierstunde statt und die Warteschlange war wirklich beeindruckend lang.  Auch in der Festhalle der ARD gab sich ein Prominenter die Ehre und so konnten wir Reinhold Messner live bei einem Interview erleben. 

Am späten Nachmittag ging unser Zug zurück nach Bremen. Während der etwa vierstündigen Fahrt lernten wir eine Mutter aus Kenia mit ihrem zwölfjährigen Sohn kennen. Die beiden waren auf der Rückreise von Paris nach Leer und wir haben uns über alles Mögliche sehr gut unterhalten. So hat sie uns erzählt, dass es in Kenia neben den offiziellen Sprachen Swahili und Englisch noch 27 verschiedene Stammessprachen gibt. Ihr Deutsch war übrigens ganz ausgezeichnet. Als wir erzählten, dass wir von der Buchmesse kommen und unser Buch dort ausgestellt ist, wollte sie natürlich alles über die Reise wissen. Am Ende hat sie uns ein Buch abgekauft und ganz ohne lange Warterei auch eine Widmung und Signierung bekommen. Schöner konnte dieser besondere Tag doch gar nicht enden, oder?

 

Autor und Autorin und "14 Monate Sommer" auf dem Stand unseres Verlages BoD

 

 Auch digital wird für unser Buch geworben.

 

Mittendrin eine Autoren-Lesung. 

 

Der kunterbunte Stand des Groh Verlages (Bücher, Kalender und Geschenkideen) 

 

Auch auf dem Livro-Stand ist unser Buch vorhanden.

 

 Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Außengelände der Frankfurter Messe, die Agora.

 

 So war es früher ...

 

 ... und sieht es so in der Zukunft aus? "Manifest" Roboterinstallation, 2008, robotlab/Mathias Gommel, Martina Haitz, Jan Zappe

 

Hier werden die guten alten Schulkarten aus dem Erdkundeunterricht recycelt und zu Taschen verarbeitet.

 

 Reinhold Messner im Interview. Er spricht natürlich auch über sein neues Buch "Wild".

 

Sonntag, 08.10.2017

Unser Buch wird auf zwei Ständen bei der Frankfurter Buchmesse ausgestellt und wir werden am 12.10.2017 auch auf der Messe zu finden sein.

Die Stände sind in der Halle 3.0 K52/53 "Livro. Titel aus Klein- und Selbstverlagen" und bei unserem Self-Publishing Verlag "Books on Demand" mit der Nummer E43. So gegen 11:30 Uhr werden wir da am 12.10.2017 für ein kurzes "Hallo" anzutreffen sein. 

Wir freuen uns schon auf viele interessante Begegnungen und sind sehr gespannt, was uns da erwartet.

Freitag, 01.09.2017

Nach 15 Jahren und 2.400 Betriebsstunden hat unser "grüner Freund" plötzlich und unerwartet seinen Dienst quittiert. Und das natürlich in einer Situation, in der wir seine volle Unterstützung und Leistung gebraucht hätten. Dank zweier schnell ausgebrachter Anker und anschließender Schlepphilfe eines holländischen Plattbodenschiffes ist dann doch noch alles gut gegangen. Die ganze Geschichte des "Pleiten-, Pech- und Pannen-Urlaubs" erzählt Antje demnächst hier in bekannter Ausführlichkeit.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

 

Grund war ein Kolbenklemmer, ohne jegliche Vorankündigung. Kein Temperatur- oder Öldruckalarm, kein merkbarer Kühlwasser- oder Ölverbrauch, kein Kühlwasser im Öl, kein Öl im Kühlwasser. Selbst den Wärmetauscher hatte ich schon mehrmals gereinigt und das innere Kühlwasser gewechselt. Der Motor ist immer gut angesprungen, selbst noch nachdem der defekte Motor wieder abgekühlt war. Allerdings hatte er da schleifende Geräusche und beim Gas geben sind durch den inneren Druck der Ölpeilstab und das Motoröl heraus gedrückt worden. Halt Pech gehabt, Reparaturkosten 3.000 bis 4.000 Euro.

Damit ist die Saison für uns gelaufen und wir suchen nach einem verlässlichen Nachfolger. Am passendsten wäre die Nachfolgeversion D2-40 von Volvo Penta. Als Ersatzteile hätten wir dann auch das Getriebe, die erst vor kurzem angeschaffte Seewasserpumpe und sogar unser 300 Euro teurer Reserveabgaskrümmer würden passen.

Aber wollen wir einen Motor des Herstellers kaufen, der die bekannten Korrosionsprobleme des Vorgängermodells MD-2040D bei dem Nachfolgermodell D2-40F nicht verbessert hat? 

Auch die Tatsache, dass die Temperatur am Abgaskrümmer immer noch nicht serienmäßig überwacht wird, ist für uns unverständlich. Da sind viele Wettbewerber schon viel weiter. Als unser "grüner Freund" in jungen Jahren aufgrund der damaligen Impeller-Problematik schlecht gekühlt worden ist, gab es von Volvo Penta auch ein sehr fragwürdiges Service-Management. Siehe meinen damaligen Beitrag mit den Stellungnahmen von Volvo Penta unter: http://www.hanseat-yacht.de/html/motor.html. Da ja damals kein Temperaturalarm ausgelöst wurde, wurde mir folgendes mitgeteilt: "Von einer Schädigung des Motors ist daher nicht auszugehen..."

Mal sehen, was uns in der nächsten Zeit für Alternativen angeboten werden. Der Motorraum der Amazone ist auch für andere Fabrikate groß genug. Es ist also durchaus möglich, dass wir zukünftig nicht mehr von unserem "grünen Freund" sprechen. Es könnte auch ein "gelber, blauer, silberner oder roter Freund" werden.

Nebenbei: Theoretisch sollte die weltweite Servicestruktur von Volvo Penta ein Wettbewerbsvorteil sein. Wir haben auch auf den Bermudas einen Volvo Penta Händler gefunden, bei dem wir zwei Gummilager hätten bestellen können. Nur war der Preis mit USD 400,-- doppelt so hoch wie in Deutschland. Da haben wir lieber die Teile durch ein anreisendes Crewmitglied einer anderen Yacht aus Deutschland mitbringen lassen. Das ist ja unter Seglern so üblich und so hatte unser Sohn bei seiner Ankunft in der Karibik natürlich auch Ersatzteile für andere Boote dabei.