Sonnabend, 03.03.2018

Wir haben einen neuen Film bei YouTube hochgeladen. Es sind Filmaufnahmen vom Abslippen 1983 im Oberweser-Segel-Verein, OSV. Hauptdarstellerin ist Antjes "Aphrodite", ein Holz Kielschwerter von der Bootswerft de Dood aus Bremen.

Viel Spaß beim Betrachten der Super 8-Aufnahmen aus vergangenen Zeiten:

https://youtu.be/x8oNjyTd7C8

Sonntag, 25.02.2018

Nach vielen Überlegungen wird unser neuer Motor wieder ein grüner, obwohl unser alter Volvo Penta nur 15 Jahre gelaufen ist. Dafür aber immerhin im Rückwärtsgang. Viele Experten denken nach wie vor, dass Volvo Penta Motoren grundsätzlich linksdrehende (LH) Propeller benötigen und alle anderen Bootsmotoren benötigen einen rechtsdrehenden (RH). Das war solange richtig, wie die Motoren mit einem Volvo Penta Getriebe ausgestattet waren, aber mit einem ZF-Getriebe drehen sie auch RH wie alle anderen.

Wieso die damalige Volvo-Vertragswerkstatt in Wedel einen LH Propeller zusammen mit dem MD-2040D bestellt hatte, lässt sich nicht mehr nachvollziehen, aber sie haben mir auf jeden Fall geraten, für den neuen Motor den Propeller von SPW für ca. € 500,-- umarbeiten zu lassen. Die Vertragswerkstatt aus Wedel hat uns auch einen besonderen Preisnachlass für den neuen Motor gegeben und diesen sogar angeliefert.

Nach der folgenden Stellungnahme von dem Leiter Kundendienst, Volvo Penta Region Europe, Office Germany, wäre eine Umstellung von LH auf RH nicht nötig: "...Richtig ist, dass die empfohlene Drehrichtung RH ist. Diese Empfehlung basiert darauf, dass Laufgeräusche in RH geringer sind. Volvo Penta bietet dem Kunden ausdrücklich beide Drehrichtungen an, um gegebenenfalls Radeffekte beim Manövrieren nutzen zu können.

In LH läuft eine zusätzliche Zwischenwelle mit, wie Sie selbst bereits herausgefunden hatten. Volvo Penta rüstet das MS15 Getriebe standardmäßig mit einem Ölkühler aus. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass die zusätzliche Wärmeenergie im LH Dauerbetrieb zuverlässig abgeführt wird.

Wir hoffen, dass wir Ihnen glaubhaft versichern konnten, dass die Drehrichtung LH, falls gewünscht, ohne Weiteres beibehalten werden kann..."

Fakt ist, dass mein Getriebe nach zehn Jahren defekt war und dass mir bis auf die Volvo Penta Europe Mitarbeiter jeder Techniker empfohlen hat, meinen Propeller umzubauen. Es liegt wohl am unterschiedlichen Anspruch. Für die einen reicht halt das Überstehen der Garantiezeit und für uns ist eine möglichst lange Lebensdauer wichtig. Deshalb befindet sich unser Propeller derzeit bei SPW zur Umstellung von LH auf RH.

Das erste Foto von unserem neuen grünen Freund, korrekte Bezeichnung D2-40F:

Dienstag, 20.02.2018

Wir waren dabei! Mit einem Flohmarkstand und unserem zweistündigen Vortrag über unsere Reise in die Karibik und zurück waren wir am Sonntag auf der Klar Schiff in Bremerhaven. An den Flohmarkständen drängten sich die Kaufinteressenten. Maritimer Schnickschnack, Bücher, Fender und Leinen wechselten den Besitzer. Nebenbei trafen wir viele Freunde und Bekannte und tauschten Neuigkeiten aus. Am Nachmittag stand dann unser Vortrag an. Hatte ich zunächst gewisse Zweifel und Befürchtungen, dass sich vielleicht nur wenige Interessierte einfänden, wurde ich glücklicherweise eines Besseren belehrt! Es kamen mehr Zuhörerinnen und Zuhörer als Sitzplätze vorhanden waren. So gingen etwa 80 Personen mit uns auf die virtuelle Reise in die Karibik und mein Lampenfieber war schnell verflogen. Alles in allem ein sehr gelungener Tag! Ein großes Lob gebührt den Organisatorinnen und Organisatoren, die alles für einen reibungslosen Ablauf und angenehmen Aufenthalt vorbereitet hatten und mit Rat und Tat zur Seite standen.

In der Presse war zu lesen, dass etwa 3.500 Menschen die 1. Klar Schiff besucht haben. Ein gelungener Auftakt. Es wäre schön, wenn sich diese Messe etablieren könnte. Hamburg sagt Tschüß, die Klar Schiff sagt Hallo. Wir sind bestimmt im nächsten Jahr wieder dabei!

 

Mal wieder segeln geh'n - mit unseren Gästen auf dem Weg in die Karibik.

 

Blick vom Oberen Foyer, wo die Flohmarktstände untergebracht waren, auf die Messestände 

 

Die Lebensretter durften natürlich auch nicht fehlen. 

Sonntag, 11.02.2018 

In einer Woche geht´s los mit dem Flohmarkt bei der KLAR SCHIFF und die Kisten sind schon gepackt. Im Angebot haben wir hauptsächlich unser Maritimes Antiquariat mit 60 Büchern und Ersatzteile von unserem Volvo MD-2040. Wir freuen uns schon auf viele Besucherinnen und Besucher und auf interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer bei unserem Vortrag, den wir von 14:00 bis 16:00 Uhr in der Stadthalle Bremerhaven im oberen Foyer halten werden.

Drei Kisten Bücher, davon 60 Segelbücher:

 

Vier Kisten Schnick Schnack:

 

Unsere Ersatzteil-Highlights: 60A Generator Valeo A134N234, Volvo Penta Auspuffkrümmer und UNIFLEX 16 für 30 mm Welle mit 4" Adapterring

Montag, 05.02.2018

Wir hatten wieder eine Nachfrage zu unserem unteren Gennaker-Beschlag. Auch ich wollte keinen großen Umbau für einen Gennakerbaum vornehmen und habe zusammen mit einem Edelstahlschlosser folgende Lösung gefunden, die permanent angeschraubt bleiben kann. Sie hat sich bewährt und kann gerne nachgebaut werden:

 

 

 

 

 

Mittwoch, 31.01.2018

Wir sind auf der "Klar Schiff" in der Stadthalle Bremerhaven am Sonntag, 18.02.18, dabei! Mit einem multimedialen Vortrag über unsere Reise in die Karibik und zurück um 14:00 Uhr und mit einem Flohmarktstand.

Wir haben auch einige Freikarten und Ermäßigungskarten für den Vortrag erhalten, die wir gerne verschenken. Wer sich bei uns meldet, bekommt jeweils eine Freikarte mit vier Ermäßigungskarten - solange der Vorrat reicht. 

E-Mail: paulus (at) hanseat-yacht.de

Sonnabend, 27.01.2018

Wir haben uns einen Tag freigenommen, um der weltgrößten Wassersportmesse, der boot Düsseldorf, einen Besuch abzustatten. Sie findet vom 20. bis 28.01. statt und bereits am ersten Wochenende waren 60.000 Besucherinnen und Besucher da. Schon am Bahnhof fallen sie auf, die Männer in Bootsschuhen und mit Elbsegler auf dem Kopf – es ist boot-Zeit in Düsseldorf! Natürlich sind da auch die jungen Wilden, die sich für Kiten, Stand Up Paddling, Wakeboards oder Wellenreiten interessieren. Vom Faltboot bis zur Superyacht, über Ausrüstung, Maritime Kunst, Wassersporttourismus, Tauchen und Trendsportarten – es wird ein weiter Bogen gespannt. Eine feste Verabredung hatten wir am Stand von Volvo Penta. Wir führten ein interessantes Gespräch über Motoren, Getriebe, Propeller, Verschleiß und Laufrichtungen. Es hatte sich nämlich zwischenzeitlich herausgestellt, dass für unseren Motor damals versehentlich ein falsch drehender Propeller bestellt wurde und wir 15 Jahre im Rückwärtsgang gefahren sind. Verrückt. Soviel zum Thema Motor. Ingo wird hierzu demnächst einen gesonderten Beitrag veröffentlichen.

In allen 17 Hallen vorbeizuschauen, haben wir zwar nicht geschafft. Aber den Trans-Ocean Stand haben wir besucht und bei der Gelegenheit einen Stander gekauft und eine signierte Sonderausgabe von Jimmi Cornells „Atlas der Ozeane“ erstanden – ein echter Leckerbissen!  

Schiffe haben wir natürlich auch gesehen – riesige Katamarane, eine Yacht mit Heckgarage für das Schlauchboot, Bootsbaukunst aus England von der Rustler Werft und aus den Niederlanden von Hutting Yachts. Das größte Schiff, das wir gesehen haben, war eine Oyster 74.5. Wirklich sehr beeindruckend. Es war ein interessanter und anregender Tag. Vielleicht kommen wir nächstes Jahr wieder und bringen mehr Zeit mit.

 

 Es gibt sie also auch in weiß - für die Amazone aber ein bisschen zu groß:

 

Hilfe bei Hund über Bord:

 

Wahrhaft gigantisch. Unter dem Schiff zwischen den Rümpfen können die Geschäfte abgeschlossen werden:

 

Klein, aber sehr fein - die Rustler Werft aus Falmouth hatte ihr Nesthäkchen mitgebracht:

 

Eine Kuriosität aus Frankreich - der Außenborder befindet sich mitten im Boot:

 

Noch kurioser, aber praktisch - zwei Hälften ergeben ein ganzes Boot:

 

Ein Schlauchboot in der Heckgarage:

 

Riesin von Beneteau - durchgehendes Fenster in der Außenhaut. Und die Fender?

 

Es geht noch größer:

 

Diese Elan Yacht "liegt im Wasser":

 

Die Kleinsten haben Segel gesetzt:

 

Besuch am Stand des Trans-Ocean:

  

Sonntag, 24.12. 2017

 

Segelschiffe

  

Sie haben das mächtige Meer unterm Bauch

Und über sich Wolken und Sterne.

Sie lassen sich fahren vom himmlischen Hauch

Mit Herrenblick in die Ferne.

 

Sie schaukeln kokett in des Schicksals Hand

Wie trunkene Schmetterlinge.

Aber sie tragen von Land zu Land

Fürsorglich wertvolle Dinge.

 

Wie das im Winde liegt und sich wiegt,

Tauwebüberspannt durch die Wogen,

Da ist eine Kunst, die friedlich siegt,

Und ihr Fleiß ist nicht verlogen.

 

Es rauscht wie Freiheit. Es riecht wie Welt –

Natur gewordene Planken

Sind Segelschiffe – Ihr Anblick erhellt

Und weitet unsre Gedanken.

  

Joachim Ringelnatz

 

Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir frohe Weihnachten und einen guten Start in ein glückliches neues Jahr!

 

Samstag, 23.12.2017

Zum Fest Bestseller unter den Segelbüchern bei Amazon! Wie geht das? Als Selfpublisher findet man ja immer noch eine Kleinigkeit, die man am Buch verbessern möchte. Bei BoD kann man jederzeit eine Neuauflage für € 19,00 erstellen und Preisaktionen für E-Books durchführen. Auf diese Weise erscheint unser Titel bei Amazon des Öfteren unter den drei bestverkauften Neuerscheinungen in verschiedenen Kategorien oben rechts auf der jeweiligen Seite. Zur Unterstützung dieses Effekts sollte auch der E-Book-Preis reduziert werden, um tatsächlich unter die besten drei Neuerscheinungen zu kommen. Dadurch wird unser Titel oft neben Spiegel-Bestsellern platziert, angeklickt und gekauft. Auf diese Weise haben sich die Verkaufszahlen bei Amazon vom letzten Monat zu diesem verdoppelt und es wurde sogar wieder ein Bestsellerplatz erzielt. Da kann das Fest kommen! :-)

 

 


 

Sonntag, 10.12.2017


Ein Segel, zwei Sachverständigengutachten, drei Hauptverhandlungen vier Jahre und fünf Richter/innen. 

Da war doch noch was… Ja, genau. Hin und wieder werden wir angesprochen, was eigentlich aus unserem Rechtstreit mit der Firma Beilken Sails GmbH wegen unserer Genua geworden ist. Um es vorweg zu nehmen: Wir haben Recht bekommen und jede Menge Lebenserfahrung dazu gewonnen.

Ich fasse mal kurz im Groben zusammen, worum es eigentlich ging:

 

  • Der Geschäftsführer von Beilken Sails GmbH hat mich im Herbst 2010 an Bord meines Bootes beraten und das Boot  vermessen
  • Am 08.10.10 wurde mir ein Angebot geschickt. U. a. für die Rollreffgenua mit 37,0 qm aus Hydra Net radial, 303 g/qm
  • Am 11.10.10 kam die erste Auftragsbestätigung mit der Bedingung: Aufnahme der Fertigung nach Anzahlung von 50 %
  • Am 15.11.10 wurde die Genua ohne mein Wissen fertigt gestellt
  • Am 05.12.10 habe ich Änderungen zum Auftrag formuliert
  • Am 09.12.10 folgte die aktualisierte Auftragsbestätigung
  • Am 06.01.10 habe ich wie vereinbart 50% für die Fertigung angezahlt
  • Am 11.02.11 habe ich den Restbetrag für die Rollreffgenua bezahlt und sie erhalten
  • Am 10.04.11 habe ich u. a. reklamiert, dass die Salingverstärkung in falscher Höhe ist und dass das Vorliek zu kurz ist. Ein Foto zeigt 25 cm Platz am Aluminiumprofil. Ich habe dann das Segel zur Änderung der Salingverstärkungen nach Lemwerder gebracht
  • Am 27.09.12 hat der Geschäftsführer der Beilken Sails GmbH die Rollreffgenua das erste Mal an Bord in Augenschein genommen, da er ein Angebot für eine Selbstwendefock  machen sollte und um meine Bedenken bezüglich der Rollreffgenua anzuhören. Ich hatte bereits zwei Meinungen von anderen Segelmachern zu seinem Segel eingeholt. Einer von Ihnen hat sie später geändert. Für den Geschäftsführer der Beilken Sails GmbH war aber alles bestens
  • Als ich ihm am 30.09.12 mitgeteilt habe, dass ich die Selbstwendefock bei CO-Segel fertigen lasse, hat er mir nach etwas Email Korrespondenz am 04.10.12 eine Rechnung in Höhe von € 220,15 für das Ausmessen der Selbstwendefock und für die Beratung zum Segeltrimm der Roll-Reff-Genua vor Ort berechnet. Aus der Email Korrespondenz nur ein Zitat: „Ich war bei Ihnen nie aus After Sales Gründen, sondern zum Aufmaß der SW Fock“
  • Nachdem die Beilken Sails GmbH die Frist für eine angebotene Mediation verstreichen lassen hat, haben wir über die Qualität des Segels ein selbstständiges Beweissicherungsverfahren eingeleitet
  • Auch danach gab es kein Entgegenkommen von der Beilken Sails GmbH und deshalb hatten wir eine Klage auf Minderung des Kaufpreises eingereicht. Anmerkung: Wir sind nicht rechtsschutzversichert und nicht klagewütig. Da aber der Geschäftsführer sämtliche Angebote einer außergerichtlichen Einigung abgelehnt hatte, blieb uns keine andere Wahl, unsere Ansprüche durchzusetzen. 

Dies war mein zweiter Rechtstreit und hoffentlich der letzte, den ich beim Amtsgericht Bremen geführt habe. Vor 28 Jahren hatte ich meinen ersten Rechtstreit, bei dem es um einen Ruderschaden ging. Beim Amtsgericht reichte ein Gutachten von einem Sachverständigen, den ich selbst beauftragt hatte, für ein klares Urteil. Vom Landgericht wurde dann ein weiteres Gutachten auf Basis der Aktenlage bestellt. Als Ergebnis habe ich nach nur einem Jahr mit zwei Instanzen meine eingeklagte Forderung und alle Auslagen erhalten. 

Bei diesem Rechtstreit hat die erste Instanz beim Amtsgericht Bremen von der Beauftragung eines Beweissicherungsgutachtens bis zum Urteil vier Jahre gedauert. Zuvor hatte die Beilken Sails GmbH alle meine Versuche einer gütlichen Einigung inklusive einer moderierten Mediation abgelehnt. Während unserer Zeit in der Karibik hatte ich sogar schon einem Vergleich des dritten Richters bedingungslos zugestimmt, d. h. € 450,00 und 7/10 der Kosten. Damit hätte ich zwar mehr bezahlt als ich bekommen hätte, aber der Rechtstreit wäre damit beendet gewesen.

Die € 450,00 wollte die Beilken Sails GmbH zwar ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht und jegliches Präjudiz an mich leisten, sofern es dem Rechtsfrieden und der Kundenzufriedenheit dienlich sein sollte. Die 3/10 der Kosten wollte sie aber nicht übernehmen.

Dieses Jahr wurde dann die Beilken Sails GmbH verurteilt € 500,00 sowie die Hälfte der Kosten des Rechtsstreits zu zahlen. In der Zwischenzeit ist das Urteil rechtskräftig und die Konten sind ausgeglichen. Wie ist es zu dem ausgeurteilten Betrag von € 500,00 gekommen:

„Bei der Schätzung nach § 287 ZPO hat das Gericht berücksichtigt, dass der Kläger letztlich von der Funktion her im Grunde eine Roll-Genua anstelle einer Roll-Reff-Genua erhalten hat und dass auf Grund der Ausführungen des Sachverständigen zur Überzeugung des Gerichts feststeht, dass der Mehrwert einer Roll-Reff-Genua im Vergleich zur Roll-Genua bei etwa € 500,00 anzusiedeln ist“

Ach ja, nachdem wir damals nach einem weiteren Vergleichsversuch des dritten Richters nicht 100% der Kosten übernehmen wollten, hat er entsprechend seiner Ankündigung den von der Beilken Sails GmbH vorgeschlagenen zweiten Gutachter aus Schleswig-Holstein bestellt. Gegen eine mögliche andere Sachverständige aus Mecklenburg-Vorpommern hatte die Beilken Sails GmbH Bedenken geäußert. Daraufhin gab es von uns einen Befangenheitsantrag gegen den Richter, den er bis zu seiner Versetzung zum Landgericht nicht bearbeitet hat. Die vierte Richterin hat den vorgeschlagenen Sachverständigen weiterhin beauftragt und unter hohen Kosten zu dem von ihr mit nur 30 Minuten veranschlagten zweiten Verhandlungstermin eingeladen. Nachdem sie sich u. a. erklären ließ was Reffen heißt, waren die 30 Minuten auch schon vorbei. Die dritte Hauptverhandlung leitete dann die fünfte Richterin, da die vierte Richterin wie auch schon die erste in Mutterschutz gegangen war.  

Mir tun die Kläger leid, bei denen es nicht um kleine Beträge, sondern um ihre Existenzgrundlage beim Amtsgericht Bremen geht. Unser Anwalt kennt viele solcher Fälle. 


Fazit: Wer heutzutage sein Recht bekommen will, muss im Vergleich zu früher einen sehr langen Atem haben und in Kauf nehmen, dass ein Rechtstreit noch mehr Lebensqualität kostet. 

Im Übrigen sind wir mit der Verarbeitungsqualität der Genua von der Beilken Sails GmbH und mit den Änderungen durch CO-Segel sehr zufrieden. Wenn unser Hanseat 70 längere Genuaschienen hätte, wäre die Genua lt. Gutachten auch als Roll-Reff-Genua und nicht als Roll-Genua einsetzbar gewesen. Vorort gemessen hat der Geschäftsführer der Beilken Sails GmbH persönlich.

 

Sonntag, 10.12.2017

Vor einiger Zeit bekamen wir eine Anfrage, ob das Foto des Teakbaumes, das wir in unserem (B)logbuch am 02.01.2015 in dem Beitrag "Argyle Wasserfall" veröffentlicht haben, in einer Ausstellung in der Bremer botanika gezeigt werden darf. Aber gerne doch. Ist ja cool, dass es eines meiner Fotos in eine öffentliche Ausstellung schafft! Für die Bildnutzungsrechte wollten wir kein Geld, aber Freikarten für einen Besuch wären schön. Und so kam es, dass ich in der letzten Woche mit einer Freundin der botanika einen Besuch abgestattet habe. Eine schön gemachte Anlage, in der u. a. der Friedens-Buddha für Europa bestaunt werden kann. Die 2,40 m große, vergoldete Statue ist ein Geschenk des Dalai Lama und ein Symbol für den universellen Frieden und die Völkerverständigung. Im japanischen Garten kann täglich die Koi-Fütterung beobachtet werden, ein reißender Wasserfall sorgt für ein großartiges Erlebnis und bei einer kleinen Pause im Tee-Pavillon kann die einzigartige Atmosphäre im "Grünen" genossen werden. Mein persönliches Highlight war der Besuch im Schmetterlingshaus. Lautlos flattern hier die großen, bunten Schmetterlinge um die Besucher herum. 

Der Friedens-Buddha, der seit August 2017 in einem eigens für ihn entworfenen Glaspavillon bewundert werden kann:

Im Abschnitt "Himalaya" befindet sich der größte liegende Buddha außerhalb Asiens:

Besonderer Zauber in den drei großen Gewächshauswelten:

Gebetsmühlen dürfen natürlich auch nicht fehlen:

Im Reich der tropischen Schmetterlinge:

Und schließlich unser Foto im Entdeckerzentrum der botanika:

 

 

Sonntag, 10.12.2017

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen besinnlichen 2. Advent!

 

Die Amazone im Mondschein unter Palmen und eine Sternschnuppe ist auch dabei - ein schöner Gedanke:

Freitag, 08.12.2017 

Für mein angedachtes Buchprojekt "Internet auf Reisen" hatte ich schon Angebote eines deutschen und eines niederländischen Verlages. Der niederländische Verlag hätte es sogar in vier Sprachen auflegen wollen. Ein Angebot vom Palstek-Verlag für eine entsprechende Reihe in der Zeitschrift lag auch schon vor. In der Zwischenzeit hat der Palstek-Verlag die Reihe "Internet an Bord" mit Carsten Matthias als Autor veröffentlicht. Also wenn es mit einem Wiedereinstieg ins Berufsleben nicht so schnell geklappt hätte, wäre ich neben den Refit-Arbeiten an der Amazone auch damit gut beschäftigt gewesen. Nur richtig lukrativ wäre es nicht geworden. Die Erstauflage wäre 3.000 bzw. 4 x 1.000 Exemplare gewesen und ich hätte 10 % vom Verkaufspreis, der bei 14,80 , bzw. 19,80 € gelegen hätte, dafür bekommen. So sollen auch die Konditionen von anderen etablierten Verlagen sein. 

Antje war mit ihrem Manuskript schon viel weiter, aber für die renommierten Verlage war es nicht interessant genug. Auf der Buchmesse haben wir erfahren, dass von etwa 1.000 Manuskripten nur eines angenommen wird. Uns wurde gesagt, dass die Lektoren der großen Verlage lieber die Manuskripte ihrer vertrauten Autoren so in Form bringen, wie es der Markt nach Ansicht der Verlagsführung fordert.

Es gab zwar kleinere Verlage, die 1.000 Exemplare drucken wollten, aber wir sollten uns an den Kosten beteiligen. Das kam für uns nicht in Frage. 

Also haben wir unser Buchprojekt "14 Monate Sommer" als "Selfpublisher" umgesetzt und mit Books on Demand (BoD) einen perfekten Partner gefunden. Die "Einrichtung" der Auflage unserer neuen Hardcover-Version mit eigener ISBN-Nummer hat uns z. B. über den Umweg eines Tchibo-Gutscheines nur 9,99 €  statt des regulären BoD-Preises von 19 gekostet. Es werden alle gängigen E-Book-Formate konvertiert und die Preise der je nach Bedarf zum Teil einzeln gedruckten Bücher sind bei BoD im Vergleich zu anderen Anbietern sehr wettbewerbsfähig (Taschenbuch 14,99 und Gebundene Ausgabe 23,90 ). 

Zum Glück haben wir nicht auf die Lektoren, sondern auf das Feedback unserer (B)logbuch-Leser gehört. Sonst hätten wir nicht die Motivation gehabt, aus Antjes Manuskript ein Buch auf den Markt zu bringen. Auch die veröffentlichten Rezensionen sowie die bis jetzt 3.000 verkauften Bücher in digitaler und gedruckter Version sprechen für sich. 

Die Preise und damit unseren Anteil pro Buch können wir selbst festlegen. Wie man sieht, wurden die neuen Hardcover bereits im ersten Monat 88 mal gedruckt und verschickt. Der November war für die gedruckten Bücher bis jetzt der beste Monat mit 212 Exemplaren. Für das E-Book war der März mit 277 verkauften Stück bis jetzt der beste Monat.

 

 

Mit dem Programm von NovalRank.com werden die berechneten Stückzahlen bei Amazon angezeigt. Jedesmal, wenn der stündlich erscheinende Verkaufsrang  bei Amazon steil ansteigt, wird ein Buch addiert. Es können aber auch in der Stunde tatsächlich mehr Bücher bei Amazon verkauft worden sein, als berechnet werden:

 

Aktuell kann man sehen, dass die Zahlen unseres E-Books sehr schwächeln und deshalb wird es das E-Book demnächst für vier Wochen zum Angebotspreis von 1,99 geben. Danach wird der neue "Dauerpreis" 3,99 sein. Damit bekommen wir für ein verkauftes E-Book ungefähr soviel, wie für ein gedrucktes Buch. Bei den Verlagen sind die E-Book Preise nur künstlich so hoch, da sie ja erstmal die 3.000 gedruckten Bücher verkaufen wollen.

Mit Selfpublishing liegt alles in der Hand des Autors. Was einerseits größtmögliche Gestaltungsfreiheit bedeutet, andererseits aber natürlich mit sehr viel Engagement und Aufwand verbunden ist. Allerdings ist das Endprodukt dann auch wirklich das eigene "Baby" -  es wird von keinem Lektor am Text gestrichen und das Cover kann authentisch gestaltet werden. Von daher können wir glücklich sein, dass kein Lektor unser Manuskript für seinen Verlag interessant genug fand :-). 

Unsere Empfehlung: Selber machen, wenn man Spaß daran hat! 

 

Freitag, 17.11.2017

Das sollte natürlich gar nicht erst vorkommen, aber wir haben sogar einen Gurtschneider in unserer Rettungsweste, mit dem wir uns im Notfall von der Lifeleine losschneiden könnten. Bisher hatte ich keine Hoffnung, dass Antje mich wieder an Bord bekommen würde. Wie schwer das ist, hat ja auch der Untersuchungsbericht von der Bundesstelle für Seeunfälle zum Tod eines Besatzungsmitglieds der Segelyacht SPECIAL ONE am 30. April 2011 vor Fehmarn gezeigt. Hier ist der Link: http://www.bsu-bund.de/

Unsere Idee war, dass Antje es mithilfe eines Adrenalinschubes schafft, unsere Rettungsinsel in der Nähe von mir auszuwerfen... Dafür haben wir auch extra die Rettungsinsel-Version in der Tasche und nicht im Container.

Jetzt ist aber ein neues System mit dem Namen Catch and Lift auf dem Markt, mit dem es neue "Hoffnung" gibt. Wir sind halt über 50 und machen uns naturgemäß mehr Gedanken ;-) 

 

So sieht das im Film aus: youtube

Auf der Hanseboot haben wir Catch and Lift bestellt und im Sommer wollen wir es ausprobieren. Wir sind schon gespannt, ob es unseren Erwartungen entspricht! 

 

 

Freitag, 03.11.2017

Für unsere Weltumseglung werden wir für alle Fälle jeweils einen zweiten Reisepass beantragen. Dessen Gültigkeit beträgt aber nur 6 statt 10 Jahre und die Kosten liegen ab € 60,00. Sobald ich einen erfolgreichen Antrag formuliert habe, stelle ich hier einen Musterantrag ein.

Beim für uns zuständigen Bremer Stadtamt sind keine Informationen dazu online verfügbar, aber dieser Link von der Stadt Oldenburg ist schon sehr informativ: http://www.oldenburg.de/nc/de/startseite/buergerservice/osiris/anliegen-a-z/anliegen-a-z/modul/service/eintrag/zweiten-reisepass-epass-beantragen.html